Barbarenvölker

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Die Barbarenstämme bilden, neben dem Klippenvolk, dem Wüstenvolk und dem Imperialen Volk, eines der vier Menschenvölker.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Das Barbarenvolk des Imperiums spaltete sich nach der Zeit der Dunkelheit, in der sie gemeinsam unter den Bergen Schutz suchten, in zwei Lager auf: Dem Stamm der Khimar-Nate und dem Stamm der Umri Barbaren. Beide Stämme erhielten ihre Namen durch ihre ersten Führer, den großen Khimar-Nate, Führer der westlichen Barbaren und Umri, den Weisen, der dann über die Barbaren östlich des Angorions herrschte.
Legenden der Khimar-Nate besagen, die Spaltung geschah, als eben jener Umri den regierenden Häuptling hinterrücks tötete, um selber auf den Thron zu steigen. In den Legenden der Umri war es natürlich Khimar-Nate, der jenen Häuptling erschlug.
So kam es zu einer Fehde, die noch bis heute anhält, obwohl kaum jemand die Wahrheit kennt. Denn der Ursache der Spaltung liegt etwas ganz anderes zu Grunde. Einst besaßen die Barbaren eine makellose Kristallträne, Träne der Steppe genannt. Sie war eine der mächtigsten ihrer Art und mit ihrer Hilfe führte das Volk unter der Herrschaft zahlreicher Stammesführer ein reiches Leben. Als Khimar-Nate und Umri nun emporstrebtem und mit gleichen Kräften um die Herrschaft des Barbarenvolks stritten, zerbrach die Träne in zwei gleiche Teile.
So schickten nun die Kleriker die beiden fort, jeden mit einem Splitter der Träne. Beide sollten auf unterschiedlichen Seiten des Angorions verweilen, bis die Träne wieder vereint sei. Daraus erklärt sich auch das ewige Ringen der beiden Stämme, denn beide sind bestrebt den Splitter des anderen zu erlangen, verspricht ein solcher Gewinn doch die Einigung der Stämme, das Wiedererlangen alter Stärke und vielleicht sogar die Freiheit.
Noch häufig kommt es also zu blutigen Auseinandersetzungen und das Imperium achtet stets darauf, nur Barbaren aus dem gleichen Stamme in ihre Armeen zu zwingen.
Häufig sind dieses nur Männer, da Frauen bei den Barbaren nur eine untergeordnete Rolle spielen, dazu geboren dem Manne zu dienen und gehorchen. Manche Geschichten erzählen jedoch von Frauen, die sich diesem Stammesgesetz nicht unterordnen wollten. Aber jeder Barbar wird bestreiten, dass es solche wirklich gibt.
Beide Stämme leben im Süd-Osten des Reiches, in den dortigen wildreichen Steppengebieten, die von den Zamkhara Gebirgen bis zum Flußdelta der Alten reichen. Die Khimar-Nate Barbaren leben zwischen dem Fuß des Gebirges und der natürlich gebildeten Grenze des Roten Flusses, während das Gebiet der Umri-Barbaren auf der anderen Flußseite beginnt und sich bis zum Flussdelta hin erstreckt.


Aussehen

Groß und kräftig gewachsen machen die Barbaren einen stattlichen Eindruck. Männer wie Frauen sind äußerst muskulös und behalten ihre Stärke bis ins hohe Alter, da sich ihr Leben mehr auf die Arbeit mit Händen und Füßen, als auf den Einsatz ihres Kopfes konzentriert. Eine Ausnahme mögen hierbei die weisen Priester des Volkes sein, die in der barbarischen Gesellschaft einen hohen, wenn nicht gar den höchsten Stellenwert besitzen. Sie stehen den Anführern stets mit Rat und Tat beiseite und verstehen sich ausgezeichnet darauf, so ihre Interessen zu vertreten.
Barbarische Männer wie Frauen haben zumeist kräftiges, dunkel gelocktes Haar, dass beide Geschlechter lang und höchstens mit ledernen Bändern gebändigt tragen. Auch Kleidung aus Leder und derbe Stoffe in braunen oder irdenen Farben werden bevorzugt. Tätowierungen und Körperschmuck sind weit verbreitet und stehen stets im Zusammenhang mit dem existentiellen Verständnis von Religion des Barbarenvolkes.
Bei der Bewaffnung neigen Barbaren zu großen Klingen, stumpfen Waffen und auch Bögen. Schilde und schwere Rüstungen findet man auch, aber selten.


Heimat

Die Heimat der Barbarenstämme ist die große Steppe weit im Süden des Imperiums. Einst fanden sich Dörfer weit verstreut über die Ebene, doch dieser Tage sind einige wenige namenlose Ansiedlungen derart gewachsen, dass sie den Großteil der Bevölkerung anziehen.
Die Umri leben westlich des Angarion und demnach nennt man diesen Teil Steppe von Umri. Wie auf der Gegenseite, sichern noch immer zahlreiche hölzerne Befestigungsanlagen den Roten Fluss, die natürliche Grenze zum Nachbarn, den Khimar-Nate.
Die Khimar-Nate beanspruchen also den östlichen Teil der Steppe, der daher auch Steppe von Khimar-Nate genannt wird, für sich und sind so wie ihre Nachbarn, auch nach der Unterwerfung durch das Imperium, auf die Sicherheit ihres Territoriums bedacht.
Insgesamt ist die Heimat des Barbarenvolkes eine fruchtbare. Die Steppe bietet weite Jagdgründe, der Fluss Fisch im Überfluss und der in Frühjahr und Herbst heftige Regen liefert darüber hinaus Feuchtigkeit für moderaten Ackerbau nahe der Siedlungen.


Kultur

Barbaren organisieren sich meist in Sippen oder auch Clans und es kommt nicht selten vor, dass fünf oder gar sechs Generationen unter einem Dach leben. Die Führung einer solchen Sippe übernimmt der Stärkste, dessen Aufgabe es ist, für die anderen zu sorgen und entsprechende Befehle zu erteilen. Den Frauen kommt weitestgehend die Betreuung von Haus, Hof und Kindern zu. Allerdings gibt es immer wieder Fälle, in denen sich eine von ihnen an die Spitze der Sippe stellt und wenn sie sich diesen Platz redlich erkämpft hat, behält sie ihn auch kritiklos so lange inne, bis sie von einem oder einer Stärkeren verdrängt wird.
Das Oberhaupt einer Sippe untersteht nur einer einzigen Person: Dem Häuptling des Stammes, also dem der Khimar-Nate oder der Umri. Sein Wort ist Gesetz für den ganzen Stamm und auch die Priester haben keine direkte Möglichkeit sich diesem zu widersetzen.

In früheren Tagen gingen die Barbaren oft auf Beutezüge in die der Steppe angrenzenden Regionen. Das Imperium achtet nun jedoch peinlichst darauf, solche gebaren zu unterbinden. Somit reduzieren sich die Möglichkeiten, ihre leicht aggressive Grundhaltung auszuleben auf Streitigkeiten untereinander, sowie den Dienst in den Armeen des Kaisers. Nur sehr selten gibt es auch Angriffe auf imperiale Ziele, die mit entsprechender Härte vergolten werden. Doch scheint sich unter dem Barbarenvolk eine Gruppe von Rebellen formiert zu haben.

Religion

Auch das Barbarenvolk glaubt an Sonnenvater und Mondin. Allerdings findet sich hier eine recht naturgebundene und unmittelbare Ausprägung des Glaubens, denn die Barbaren sind äußerst fromm und bringen das Götterpaar mit allen denkbaren Dingen des Lebens in Verbindung. Tier- und Feueropfer sind gebräuchlich, Orakelsprüche und Weißsagungen alltäglich. Dabei gilt das Orakel der Steppe als maßgebend für alle Angehörigen des Barbarenvolkes.
Den Priestern und Schamanen kommt somit eine große Rolle innerhalb der barbarischen Gesellschaft zu und sie üben so nicht nur Macht über die Beherrschten, sondern auch über die Herrschenden aus.

Mentalität

Die Barbaren sind allesamt ein recht offenes, einfaches und bodenständiges Volk. Sie sprechen gerade heraus, was sie denken und diese auf den ersten Blick vielleicht rücksichtslose Art, führt auch beständig zu Meinungsverschiedenheiten. Dabei besitzt der Barbar allerdings ein aufbrausendes Temperament. Häufig sprechen die Fäuste, bevor der Kopf eingeschaltet wird. So sollte jeder Fremde sich gut überlegen, welchen Eindruck seine Worte bei einem Barbaren hinterlassen.
Doch so schnell der Streit auch gekommen ist, so schnell verschwindet er auch wieder. Daher hegen die Barbaren auch keinen größeren Groll gegenüber dem Imperialen Volk. Sie sehen in der Unterwerfung vielmehr den natürlichen Lauf der Dinge: Die Herrschaft des Starken über den Schwächeren. Allerdings besteht jederzeit die Möglichkeit, dass sich die Kräfteverhältnisse umkehren. Die Entstehung der Barbarischen Rebellen ist ein Indiz dafür.

Engine - Unterschiede

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