Der Tränenfall aus Sicht der Menschen

Aus Auryen

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Tränenfall

Es habe sich ereignet vor Menschen Gedenken, der Fall der Träne, die Legende die hier erzählt, die Überlieferung die erhalten bis in diese Tage, auf Pergament gebannt.

Es war die Ära der Schlachten und des Blutes, in jenen Finsteren Tagen in denen sich die Menschheit erhoben gegen einen finsteren Schrecken, ein Schatten dessen Name verblasste, auf das er vergessen bis in unsere Tage.

In jener grauen Vorzeit, jenseits aller Reiche, deren Namen uns bis Heute im Gedächtnis geblieben, möge jene Dunkle Epoche ein Ereignis hervorgebracht, welches Hoffnung und Mahnung zugleich für unser Volke gewesen. Der Mondenstein, die Träne des Schattenlichts, er fiel herab vom göttlichen Firmament gen Erde. Die Träne die aus Mitleid und Hoffnung ihren Weg begann, musste auf den Pfad der Bestimmung scheitern. Denn das Sonnenbanner selbst, in der manifestierten Gestalt des gleißenden Vernichters, ward es gewesen, der sich aussprach wider jene Tat. Sein Feuer ward gesandt gen des Mondensteins, des Mitleids für die Menschheit und jenem was sie zu erdulden hatten im Kampfe gegen die Gestalten der Dunkelheit. So traf das Feuer den Stein. Der glühend Fels, er herabgestürzt, mit Flammen umhüllt, die mahnend unserer Pflicht. Ein Ascheschweif aus feurig Glut, gespalten das himmlisch Firmament. Blutend Rot gefärbt dort droben, im Heim der Götter. So sie sich entzweit, Mond und Sonne. Der Mondenstein, jedoch gewiss, er fiel und fiel gen Erde hin. Schmelzend unter des göttlichen Willens, sich gewandelt Stein zu Glas, vermischet sich mit Metall und der Trauer, auf das entstand ein ewig trächtiges Symbol, das Hoffnung spendend, doch mahnend wirkend.


Überlieferung des altehrwürdigen Morgenrot-Ordens
Kaiserlicher Schriftgelehrter
Meinloh von Altstetten
Winteranfang des Jahres 127 dIK

Persönliche Werkzeuge