Die Ausbildung des Paladins

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Paladine werden entweder in einem der Tempel der Gottheiten, oder von einem Fahrenden Streiter auf der Reise durch das Land unterrichtet. Dauer und Inhalt der Ausbildung gleichen sich jedoch.

Inhaltsverzeichnis

Stationen der Ausbildung

Erwählter

Als Erwählte bezeichnet man jene Paladine, die den Ruf der Götter bereits vernommen, jedoch noch keine Ausbildung angefangen haben. Oft befinden sie sich noch auf der Suche nach dem rechten Weg. Oft dauert es eine Weile, bis sie sich ihrer großen Aufgabe zuwenden.


Novize

Der Novize ist der niedrigste Rang in der Ausbildung zum Paladin. Im Vordergrund dieses Teils der Lehre stehen das Dienen und der Gehorsam, die erste Stufe des göttlichen Weges. Nur wer bereit ist, sich selbst in den Dienst anderer zu stellen, lernt sein Leben gottgefällig zu gestalten. Nur wer sich erniedrigt, weiß welch ein Privileg es ist, erhöht zu werden.
Meist dauert das Novizentum etwa ein Jahr. Diese Zeit ist von zahlreichen Prüfungen bestimmt, die der Paladin, dem der Zögling unterstellt ist, für jenen auswählt. Das Gebet spielt schon jetzt eine wichtige Rolle und wird täglich mehrfach rituell vollzogen. Außerdem wird großer Wert auf Disziplin und Anstand der Novizen gelegt, denn diese Tugenden sind unabdingbar für einen Paladin. Neben all diesen Aufgaben muss das Lesen und Schreiben erlernt werden, denn sonst ist das zukünftige Studium der Schriften nicht möglich.
Wenn der Ausbilder die Zeit für gekommen erachtet, macht der erste Eid den Novizen zum Glaubensträger.

Der erste Eid des Paladins

Sonnenvater Mondin
Oh, Flammenrad,

ich lege mein Antlitz in den Staub zu deinen Füßen.
Gütiger Vater,
dein Wunsch ist mir Befehl.
Großer Verdorrer,
ich will dein Werkzeug sein!

Herrin der Nacht,

ich bin dein kleinster Stern
dein kleinster Stern
dein kleinster
und ewig gilt dein Wort.

Glaubensträger

Der zweite Rang der Ausbildung ist der des Glaubenträgers. Noch immer ist der Zögling dem Dienen berufen, doch ist es ihm erlaubt, die Suche nach seinem eigenen Platz zu beginnen. Der Mentor wird den Lernenden nun in zwei bereichen unterweisen: Dem Studium der Schriften und dem Studium der Klinge. Denn Wissen zu erreichen heißt, der Erleuchtung näher zu rücken, die Suche zum Mittelpunkt zu machen und dies kennzeichnet den Glaubensträger. Und nur wer bereit ist, die stete Suche anzutreten, wird erfahren welch Privileg im Wissen liegt.
In diesem Rang verweilt der Schüler meist zwei Jahre. Die Unterweisung ist noch intensiver als zuvor und der Glaubensträger kommt noch öfter an seine Grenzen, als zuvor. Doch diese Grenzen zu erfahren, ist unabdingbar für den dritten Abschnitt der Ausbildung: Den Rang des Glaubenswächters, der durch einen zweiten Eid erreicht wird.

Der zweite Eid des Paladins

Sonnenvater Mondin
Vater,

sprich deine Befehle,
damit ich dein Wort verkünde,
mit flammendem Herzen,
und glühender Klinge.
Ich will ihnen lauschen,
bis in den Tod.

Mutter,

sprich in mein Ohr
ich will deinem Flüstern lauschen,
ich muss deinem Flüstern lauschen,
ich werde deinem Flüstern lauschen,
denn nur so kann ich dein sein,
nur so kann ich dir dienen,
dir dienen mit Herz und Arm und Verstand.

Glaubenswächter

Der Glaubenswächter ist der dritte und letzte Rang auf dem Weg zum Paladin. Die Paladine bezeichnen ihn als den Weg der Entscheidung. Zwar vertiefen die Zöglinge das bisherige Wissen um Pergament und Klinge, praktizieren das Gebet weiter und versuchen durch entsprechende Taten ihrem Gott gefällig zu sein, doch in dieser abschließenden Zeit liegt das Augenmerk mehr und mehr auf der eigenen Position und Bestimmung.
Der Mentor zeigt die verschiedenen Pfade auf, die sich dem Paladin im Leben bieten und dem Lernenden ist es erlaubt seinen Neigungen entsprechend eine erste Richtung einzuschlagen. Dabei ist diese nicht endgültig, sondern kann beliebig geändert werden. Mitlerweile sollte der angehende Paladin soviel Zielstrebigkeit entwickelt haben, dass dieser Prozess nicht willkürlich verläuft.
Anders als bei den meisten anderen Prüfungen im Rahmen einer Ausbildung, bestimmt der Schüler selbst, wann er den letzten Schritt der Ausbildung vollziehen will. Wenn sich der Glaubenswächter sicher fühlt, den letzten Eid zu leisten, wird er seinen Lehrer darum bitten. Im durchschnitt dauert es 3 Jahre, bis der Glaubenswächter in einer Zeremonie zum Paladin ernannt wird. Dort spricht er wie alle Vorgänger den finalen Eid.

Der dritte Eid des Paladins

Sonnenvater Mondin
In Demut, Sonnenvater, schwöre ich,

die deinen zu schützen in Not und Gefahr.
In Demut, Sonnenvater, schwöre ich,
dem Recht zu dienen in Not und Gefahr.
In Demut, Sonnenvater, schwöre ich,
auf Ewig dir Treue in Not und Gefahr.
Denn ich will dem Bund der Sonne folgen,
dem Kodex der Reinen, dem Licht des Tages.
In Demut, Sonnenvater, schwöre ich,
ein Streiter des Feuers zu sein.

Mondin, meine Zuversicht,

güt'ge Mutter, Schattenlicht,
Treue, Schutz, Gerechtigkeit,
dazu bin ich wohl bereit.
Und, nein, zurück, das kenn' ich nicht,
dein stetes Glück ist meine Pflicht.
Dir zu dienen, Rächerin,
ist das worauf ich mich besinn'.
Denn ich will dem Weg der Mondin folgen,
dem Kodex der Reinen, dem Licht der Nacht.
In Demut, Mutter, schwöre ich,
am Wasser halt ich ewig wacht.

Paladin

Der vierte Rang ist der Abschluss des Weges. Der Paladin ist der Arm seiner Gottheit, der Streiter der Kirche. Er ist dem göttlichen Wort und der Gerechtigkeit verpflichtet und den Sprachrohren der Götter, den Priestern also, unterstellt.
Doch mitnichten ist sein Weg nun beendet, denn er muss sich einer endgültigen Profession zuwenden, um seinem Gott zu dienen.


Bestimmung/Profession des Paldins

Die Bünde der Götter

Persönliche Werkzeuge