Die Entstehung der Zwerge

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Pergament über die Entstehung der Zwerge
Pergament über die Entstehung der Zwerge

Am Anfang war das Nichts. Dann erwachten zwei Seelen in der tiefen Schwärze des Nichts und sie gaben sich selbst Namen. Der Patron der Esse und seine Gemahlin, die Hüterin des Schmiedefeuers. Und der ihnen anhaftende Schein brachte das erste Licht in die völlige Schwärze und erhellte sie. Einsam waren sie, also entschlossen sie sich Kinder zu erschaffen. Doch wo sollten diese Leben?
Da nahm der Patron etwas Fleisch aus dem Bauche seiner Gefährtin und erschuf daraus ein großes Land, mit Bergen und Tälern, Flüssen und Natur. Aber am allerwichtigstens, er erschuf Höhlen und Gänge in den Bergen und segnete den Stein mit wertvollen Mineralien wie Eisen, Gold und Mithril. So besahen sie sich ihr Land, aber sie waren noch nicht zufrieden.
Um es zu schmücken, um ihm mehr Form zu verleihen, nahmen sie Steine aus den Bergen und formten sie um, hauchten ihnen Festigkeit und Formen ein, auf das sie eines Tages ihren Kindern zu Nutze wären. So wurden die verschiedenen Steine erschaffen, die das Land so wundervoll machen. Marmor schimmerte neben dem dunkleren Schiefer, Granit stemmte sich fast eisenhart gegen das lockerere Kalkgestein. Kies sollte unter den festen Füßen knirschen und Obsidian schwärzer als die Nacht erscheinen.
Aber gab es auch Neider, anderer Schattenwesen aus den Tiefen des Nichts, der Dunkelheit die sie umgab und die einen Teil dieses Landes für sich wollten, die sich trotz tapferer Gegenwehr des Patrones und der Hüterin einen Weg erkämpften, in die Tiefen des Landes vor ihnen.
Da sie einsahen, dass ihre eigene Helligkeit nicht ausreichte, erschufen die beiden schließlich zwei kleine Kugeln, denen sie all das Feuer und Licht einhauchten, das in ihrem Inneren verborgen war und sie nur selber nicht erwecken konnten. Erst sanft, dann immer heller begannen sie zu leuchten und zu strahlen in ihren Händen und zufrieden über ihr Licht, festigten sie die Kugeln an den Himmel ihres Landes und sahen die Zeit gekommen ihre Kinder zu erschaffen.
Neugierig waren sie und noch nicht sonderlich geschickt. So ward es nicht verwunderlich, dass ihre ersten Versuche scheitern mussten. Das erste Wesen ward ein viel zu dünnes, langbeiniges Wesen mit Ohren, fast so lang wie der Kopf. Das zweite hatte ebenso lange Beine, aber zumindest waren die Ohren nun annehmbar. So versuchten die beiden weiter und schließlich ward ein Kind geschaffen, mit dem sie zufrieden: Genau die richtige Größe, muskulös, mit langen Haaren und Bartwuchs, kräftige kurze Beine, stählerner Wille. Der erste Zwerg ward geboren.
Glücklich über ihr Kind erschufen der Patron und die Hüterin noch einige dieser wundervollen Zwerge und gaben ihnen eine Heimat in den Höhlen und Gängen ihres Landes. Und damit sie nicht so einsam waren, entließen sie auch ihre anderen Kinder auf die Welt, aber ihre Liebe galt allein den Zwergen. Und um ihnen nahe zu sein, wurden sie eins mit dem Lande, das sie für ihre Kinder erschaffen hatten.

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