Die Kristalltränen
Aus Auryen
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Allgemeines
Der Tränenfall gilt gemeinhin als Ende der Krellkriege. Als die Mondin den Plan der Krell, die Schöpfung zu vernichten, erkannte, sandte sie voller Wut einen Stern vom Himmel herab. Sonnenvater, von ihrer Wut angesteckt, umhüllte den Stern mit Feuer und seine gewaltige Kraft riss das Land in zwei Teile, um so die Völker voneinander zu trennen. Der Stein versank in den tiefen des Meeres, doch Splitter finden sich noch überall auf der Welt.
Diese Splitter sind die Kristalltränen, göttliche Artefakte, die eine Kraft in sich bergen, die direkt vom Götterpaar stammt. Sie können die Zeit zeigen: Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.
Die Tränen der Menschen
Die Menschen sind im Besitz von vier Tränen und unter ihnen sind diese zu einem Machtsymbol von höchstem Einfluss geworden. Das Volk der Wüste stützt seine ganze Führung auf das Goldene Orakel, das ihren Stein beheimatet. Die Imperialen Kaiser zogen nicht zuletzt wegen der Tränen, die sich im Besitz ihrer Feinde befanden, in den Krieg.
Doch bislang ist es niemandem dieses Volkes gelungen, den Tränen ihr Geheimnis zu entlocken. Zwar kam es zu einigen zufälligen Visionen, die Teile der Zeit offenbarten, doch niemandem ist es möglich, diese willentlich abzurufen.
Verschiedene Gruppierungen der Menschen betreiben emsig Forschung. Eine Ursache für deren Erfolgslosigkeit mag die Entfernung der einzelnen Tränen voneinander sein.
Indes ist das Wissen um die Kristalltränen in der menschlichen Bevölkerung gering. Zwar kursiert die ein oder andere Sage um sie, im Allgemeinen wissen die einfachen Leute jedoch nicht um die Bedeutung der Artefakte.
Die vier Tränen der Menschen sind:
Die Träne des Kaisers: Hohewacht
Diese Träne befindet sich von je her im Besitz des Imperiums. Früher wurde sie in Thelonar aufbewahrt. Heute ist sie jedoch im Kloster von Hohewacht unter Aufsicht der Mönche versteckt.
Träne der Wüste: Anwa'ar/Goldenes Orakel
Die Träne der Wüste gilt als Schlüssel zur Unterwerfung der Va'rian durch das Imperiale Kaiserreich. Spione Armhards II. stahlen die Träne und zwangen so die Priester des Wüstenvolkes die Herrschaft des Kaisers vom Orakel anerkennen zu lassen. Bedingung war jedoch den Va'rian eine gewisse Autonomie zu belassen und die Träne zurück in ihren Besitz zu geben.
Träne der Küste: Mondwacht
Ursprünglich befand sie die Träne der Küste im Besitz der So'ani. Das Massaker Kaiser Lorthard I. im Jahre 607 dIK brachte sie jedoch in die Hände des Imperiums und half den alten Streit zwischen Anhängern von Mondin und Sonnenvater zu beschwichtigen, da nun auch das Kloster von Mondwacht eine Träne erhielt.
Träne der Steppe
Die Träne der Barbaren ist in zwei Hälften zerbrochen, die je einer der beiden Stämme an geheimem Ort aufbewahrt. Auch die Unterwerfung durch das Imperium konnte sie nicht zu Tage fördern und so behalten die Barbaren einen Rest ihres Stolzes.
Die Große Träne der Elfen
Fünf Kristalltränen fanden die Elfen im Laufe der Jahrhunderte, in denen die Zeit der Dunkelheit andauerte. Jede Träne einem der Elemente zuordnend, wurden sie lange Zeit als Einzelstücke gesehen. Einjede fand für sich eine große Bedeutung im Volk der Elfen und wurde von einem der Fünf Häuser bewahrt. Weithin herrschte die Meinung, dass die Kraft der Elemente in ihnen fließen sollte.
Eine Wende fand diese Ansicht mit erneuten Begegnungen mit jenen anderen freien Völkern. Verlorenes Wissen über die gemeinsame Vergangenheit fielen in die Hände der elfischen Gelehrten und alte eigene Aufzeichnungen mochten neu verstanden werden, war doch nun wieder klar, von welcherlei Geschöpfen in ihnen die Rede war.
Prägend für die Forschung um die Tränen wurden Êmdoa Faêluthrôs, ehemaliger Vorsteher des Hauses Vogelsang, und Nónéle Taen, der mittlerweile zum Oberhaupt des Hauses Windsturm emporgestiegen ist. Die Studien um alte Begebenheiten unentwegt vorantreibend, waren es jene beiden, die die Geschichte auf die Tränen übertrugen. Das zerbrochene Bündnis der fünf Völker auf die fünf Tränen übertragend, begannen sie die fünf Tränen zu einer großen Träne zu verbinden. Denn alles soll Eins sein, um eine zweite Zeit der Finsternis auf ewig abzuwenden.
Jene große Träne ruht seither mit all ihrer Kraft im Kristallturm von Minas Ivrin, als Erinnerung an Vergangenheit und Weisung der Zukunft.
Die Tränen der Zwerge
Im Jahre 13 n.D.e.F finden die Zwerge bei den Ausgrabungen der Höhle der Götter zwei seltsame, kristallartige Steine, welche ihr Volk noch nie zuvor gesehen. Auf mystische Weise mochten die Steine selbst das kleinste Licht reflektieren und recht schnell stand für die Dwar fest, dass in jenen Steinen ein Geschenk der Götter für ihr Volke zu sehen sei. Als Zeichen der neuen Hoffnung, als Licht in der Zeit der Dunkelheit, und nicht zuletzt als Bestätigung, dass die Zwerge den richtigen Platz für die Gedenkstätte der Götter erwählt hatten, gelten jene zwei Kristalltränen bei den Zwergen seither als die höchsten Relikte von Patron und Hüterin und werden im großen Tempel von Caurak Morndinsamman aufbewahrt.
Erdprismen
Die Erdprismen, sind neben den Kristalltränen, weitere Splitter göttlichen Ursprungs. Sie sind weit kleiner, als die Tränen und von ihrer äußeren Gestalt unscheinbarer. Dunkle Töne, wie Braun, Ocker, Grau bis Schwarz oder gar rötliche Färbungen durchdringen die trüben Splitter und so ist es nicht leicht, sie in den Tiefen der Erde zu finden, wo sie verborgen liegen.
Auch ihnen wohnt eine starke Kraft inne, die aber lange nicht so groß, wie die der Tränen ist. Zudem ist es ihr nicht möglich etwas aus sich heraus hervorzubringen. Sie ist einzig fähig, eine andere Kraft zu verstärken.
Seit langem wissen die Magiewirkenden davon und so ist es nicht verwunderlich, dass diese alles daran setzen, Herr dieser Artefakte zu werden, um ihre eigene Magie verstärken zu können. In diesen Kreisen sind die Prismen auch unter dem Namen Terraneium bekannt und in der Geschichte gab es sagenhafte Kämpfe um ihren Besitz.
Doch das Wissen um diese Kämpfe, wie auch um die Schätze selbst, ist im gemeinen Volk nicht vorhanden. Und all jene, denen die Erdprismen nützen könnten, bemühen sich darum, dass das auch so bleibt. Lediglich in gebildeten Kreisen und unter wenigen Schurken kursieren legendenhaft Gerüchte um die Prismen, wobei die einen das ganze für Spinnerei abtun, die anderen aber auf die Wahrheit dieser Geschichten hoffen und von unvorstellbarem Reichtum träumen.
Das Volk der Zwerge wäre auf den ersten Blick ja prädestiniert dafür, diese Prismen zu Hauf zu finden, aber ein entscheidender Faktor widerspricht dieser Annahme. Erdprismen finden sich nicht im Gebirge, sondern einzig in den Ebenen. Die Splitter lösten sich nicht beim Aufprall an Felsmassiven, sondern während der Bewegung über das Land.
Erdprismen auf Auryen
Auf Auryen sind mindestens drei Erdprismen zu finden. Sie befinden sich im Besitz der Alta Akademia, wo sie mit drei mächtigen Stäben verbunden wurden, die den höchsten Magi der Akademie verliehen sind. Natürlich ist man dort aber bestrebt, weitere Erdprismen in seinen Besitz zu bringen.
- "Eisblick": Den Stab "Eisblick" trägt zur Zeit Erzmagierin Terili Taubenauge.
- "Feuerfunke": Den Stab "Feuerfunke" trägt zur Zeit Katardo Duellmeister.
- "Honigglanz": Den Stab "Honigglanz" trägt zur Zeit Magus Humfried Horatibellus.
Erdprismen im Imperium
Auch im Imperialen Reich gibt es zahlreiche Erdprismen. Sie befinden sich im Besitz der verschiedenen Akademien, aber auch in den Händen von einzelnen Magiern. Allerdings ist wenig darüber bekannt, da niemand erpicht darauf ist, zum Gejagten zu werden.
Sagenhafte Erdprismen
Eltels Spiegel
Der legendäre Spiegel wurde einst im Auftrag von Faralhar durch den mächtigen Hexenmeister Karlok geschaffen. Durch einen Ring verbunden, sollen die Geschicke des Trägers im Spiegel erschienen sein. Gleich mehrere Erdprismen ermöglichten dieses Hexenwerk, dass jedoch seit Jahrhunderten als verschollen gilt.
