Die Legende um Lhanna

Aus Auryen

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Unter den überlebenden So'ani ist diese wahre Geschichte allbekannt, doch auch in der Hauptstadt erinnert sich der ein oder andere noch an die Ereignisse. Zudem kann man in den Tavernen ab und an ein Lied darüber hören.

Schon in den frühen Tagen seiner Herrschaft ließ Kaiser Lorthard I. keine Zweifel über seine politischen Ziele aufkommen. Am Hofe war schnell klar, dass auch der neue Regent den Ruhm des Imperiums zu mehren suchte und dass dazu die Ausweitung der Grenzen gehörte.

Von diesen Vorhaben hörte auch Lhanna, deren Gemahl Minister der Stadt Thelonar war, wodurch ihr Haus stets gut über die Vorgänge in Stadt und Reich informiert war. Begierig sammelte die Dame des Hauses Informationen. Und je mehr sie hörte, desto weniger gefiel ihr das Tun des Kaisers. Ja, sie begann sich vor dessen Skrupellosigkeit zu fürchten.

Als im Jahre 605 diK erste Gerüchte über die Invasion der Weißen Klippen aufkamen, beschloss sie etwas zu unternehmen. Umgehend suchte sie den Kontakt mit den Einflussreichsten der So'ani, warnte sie eindringlichst und legte ihnen einen politischen Kurs nah, der die Eingliederung Lorups auf friedlichem Wege ermöglichen sollte.
Doch die Küstenbewohner konnten die Behauptungen nicht glauben. Zu lange hatten sie friedlich in den Buchten des Sternentränenmeers bewohnt, genügsam und bescheiden. Nie hatten sie selbst jemanden belästigt noch hatte ein anderes Volk sonderliches Interesse an ihnen geizeigt. Und so schlugen sie die Warnungen in den Wind. Lhanna, wie vor den Kopf gestoßen, wusste eine Zeit lang nicht, was sie nun tun sollte.

Erst als die Massaker dann wirklich begannen, agierte sie wieder im Untergrund und verhalf vielen So'ani zur Flucht. Viele von ihnen gaben die Splitterinseln ein neues zu Hause.

Am Ende wurden Lhannas Machenschaften jedoch entdeckt und sie fand, gemeinsam mit ihrem bis dahin ahnungslosen Mann, in der Hauptstadt den Tod durch das Beil.

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