Die Stände

Aus Auryen

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Die Gesellschaft auf Auryen teilt sich, wohl äußerst ähnlich wie auf dem Festland, in verschiedene Stände

Inhaltsverzeichnis

Der Adel

Nichts gilt mehr als das blaue Blut. Im allgemeinen von Geburt gegeben ist dieses Privileg von schier unschätzbarem Wert und öffnet nicht nur allseits Tür und Tor, sondern räumt auch Rechte ein, die dem Rest der Welt verschlossen bleiben.
Selten geschieht es, dass die Königin oder der Herzog den Adelsstand verleihen. Die Verdienste um das Königreich müssen schon von großer Bedeutung sein, damit so etwas gescheiht.



Klerus

Groß ist der Ruhm der Priesterschaft, denn sie sind dem Götterpaar am nächsten. Jedweder schaut mit Ehrfurcht auf sie, denn niemand mag den Platz an der Seite von Sonnenvater und Mondin missen, wenn ihn einmal die Zeit ereilt.
So ist es nicht verwunderlich, dass jeder der beiden Tempel seinen Abgesandten im Rat der Königin sitzen hat, denn auch sie hofft auf den Beistand des Himmels.



Magi

Magi werden von den Bürgern, Niederen und Unfreien, je nach Einstellung, geachtet oder gefürchtet. In der Öffentlichkeit wird ihnen im allgemeinen der damit verbundene Respekt gezollt, doch insgeheim sind sie weniger gut gelitten. Ihr Stand ist mehr auf ihren traditionellen Ruf und die Angst vor dem Unbekannten begründet, denn auf das städtische Recht.
Dennoch wurde am Hof durch die Aufnahme eines Magus in den Rat der Königin ihrer gesellschaftlichen Stellung Rechnung getragen.



Bürger

Als Bürger werden jene bezeichnet, die ein geachtetes und untadeliges Leben innerhalb der Stadtmauern führen. Sie besitzen Rechte, die den Niederen verwehrt bleiben und nutzen jene für gewöhnlich aus. Auf Auryen residieren die meisten Bürger im Marktviertel, doch man kann auch vereinzelt im Hafen Menschen dieses Standes finden.
Gehobene Handwerker, Kaufleute, Gelehrte oder Schreiber können ebenso zum Bürgerstand zählen wie jene, die sich allein durch ein bereits angehäuftes Vermögen durch das Leben schlagen. Tatsächlich findet man das meiste Goldeigentum im Bürgerstand, da jene, oft anders als der Adelsstand, mehr Möglichkeiten haben, es zu vermehren, ohne im Ansehen zu verlieren.



Niedere

Als Niedere werden jene bezeichnet, die durch ihre Geburt oder ein anderes bemitleidenswertes Schicksal nicht den anderen, höheren Ständen zuzuzählen sind. Oft findet man jene Menschen im Hafen, oder in Gegenden die ihm gleichen.
Hauptsächlich sind es Tagelöhner, Bauern, Fischer, Handlanger oder Taugenichtse, die sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlagen. Doch jeder Niedere, sofern er ein untadeliges Leben führt und sich nicht, wie so viele, auf einen verbrecherischen Weg schlägt, hat die Möglichkeit, durch Fleiß und Ehrgeiz in seinem Stande aufzusteigen.
Auch besitzen Niedere das Recht auf eine gerechte und ordnungsgemäße Verhandlung durch das hochgeachtete Magistrat der Königin.



Unfreie

Die Unfreien sind all jener Abschaum, die nicht einmal dem Stand der Niederen würdig sind. Oft erlangen sie diesen Status durch den Verstoß gegen eines der vom Götterpaar gegebenen Gesetze der Stadt. Doch auch die meisten der Spielmänner, Gaukler, Schauspieler oder Ähnliche zweifelhaften Rufes gehören diesem Stand an und haben nur in allerseltensten Fällen die Chance auf sozialen Aufstieg. So werden sie allein aus dem natureigenen Mitleid des besseren Menschen in den Mauern der Stadt geduldet, so lange sie niemandem dort zur Last fallen und sich in der für sie gebührender Manier darstellen.



Vogelfreie

Der Stadt verwiesen in Schimpf und Schande, schlagen sich die Vogelfreien am Rande der Gesellschaft durch die Lande. Zwar konnten sie Galgen, Feuer oder Axt entgehen, doch ist ihr Leben nun nicht minder gefährdet, ist es doch jedem anderen erlaubt, diesen Geschöpfen straffrei Leid anzutun, ja sie gar zu töten.
Einmal vogelfrei kann nur eine Begnadigung der Königin selbst dieses Urteil revidieren. Einen Präzedenzfall hierfür gibt es bislang jedoch nicht.

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