Die Sternentränen

Aus Auryen

Wechseln zu: Navigation, Suche

Einst ward es, da begann das Zelt der Götter zu glühen, und Funken stoben hinab auf die Erde…

Nicht viel ist, was geblieben ward aus jener Zeit, nicht viel was aufgezeichnet wurde, und so verbleibt es an uns, zu ermitteln, was geschehen ward. So viele Rätsel sind es, die die Götter uns Menschen mitgegeben auf dem Weg, den sie uns vorbestimmt seit unerdenklich langen Zeiten. Eines davon sind die Tränen.

Tränen, die die Dunkelheit erhellen, die schimmern und leuchten, selbst wenn alle Lichter verblassen. Man sagt, es seien Tränen der Götter, aus Kristall gewebt, herab gesandt zu uns, um uns Trost zu spenden in der Finsternis.

Einst wurden sie gefunden, tief eingedrungen in der Erde, doch schon bald wurde ihre Macht erkannt. Die Priester des allumfassenden Götterpaares waren es, die sie an sich nahmen und die ihre Hüter sind, bis heute.

Kaum ein Mensch, der nicht die Weihen empfing, bekam sie jemals zu Gesicht. Doch ihre Schönheit und ihr Glanz müssen grenzenlos sein, denn niemand, dem das Glück beschieden ward, sie zu erblicken, vermochte je zu vergessen, trug einen Teil des Glanzes in den Augen bis er starb.

Lieder besingen ihr Strahlen, und Dichter mühten sich, die Sprache neu zu formen, auf das sich Worte finden mögen, ihren Schimmer zu preisen.

Die Sternentränen
Glücklich, wer einmal ihr Leuchten sah.

Persönliche Werkzeuge