Erste Begegnung mit dem Volk der Elfen

Aus Auryen

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Es ward der 23.Tag des vierten Monats des Jahres 432 d.IK, als meine Augen ein Wesen erblickten das ich noch nie zuvor gesehen.
Ich ging wie immer im Morgengrauen durch den Wald nahe Sturmspitze um Kräuter für meine Tränke und Salben zu sammeln. Der Tau lag noch glitzernd auf dem Unterholz und nässte den Saum meiner Robe, so das diese mir schwer von den Schultern hing. Aber ich ward dies gewohnt. Ging ich doch fast jeden Morgen in den Wald hinein, noch bevor die Strahlen des Feuerrades über den Horizont schweiften.
Ich muss jedoch gestehen das ich noch nie derart weit in den Wald eingedrungen ward wie an diesem Morgen. Ich bemerkte ich meiner Suche erst garnicht wie weit. Erst das tiefe hungrige Knurren aus einer tierischen Kehle riß mich wieder aus meinen Überlegungen und ich muss zugeben das mir das Herz bis zum Halse zu schlagen schien, als ich voller Schrecken auf den Wolf vor mir sah.
Seine gelben Augen sahen mich hungrig und feindselig an. Ich griff zitternd zu meinem Dolche um mich zu verteidigen. Den Kampfe will ich nun nicht erwähnen. Es war nichts heldenhaftes daran nur ein Kampf ums Überleben. Vater Feuerrad selber muss mit mir gewesen sein, anders kann ich es mir nicht erklären das es mir gelang mein Leben zu verteidigen und den Wolf niederzustrecken. Aber das was mir wirklich Angst bereitete kam erst noch.
Außer Atem und eine Wunde an meinem Arme haltend, erhob ich mich um so schnell wie möglich zur Stadt zurückzukehren-als ich mich einer Pfeilspitze gegenüber sah als ich mich umwendete. Ohne zu zittern ward sie auf mein Gesicht gerichtet und als ich schreckensstarr dem Pfeil folgte sah ich meinen Blick von großen strahlend hellen Augen erwidert, der Hass und die Wut in ihnen der des Wolfes nicht unähnlich. Überhaupt schien es mir als wären diese Augen einem Tier ähnlicher als etwas anderem.
Alles schien nur in wenigen Herzschlägen auf mich einzudringen. Die überschlanke, fast weiblich erscheinde Figur des ..Wesens..vor mir. Lange hellbraune Haare die mit kunstvoll verzierten Bänden geschmückt waren. Und am allererstaunlichsten: lange, spitz zulaufende Ohren die auffällig unter dem Haarschopfe zu erkennen waren.
Hohe zwitschernde Laute drangen an meine Ohre und erst nach einigen Minuten erkannte ich das das Wesen mit mir sprach. Es sprach! Es konnte reden!
Es war mir jedoch unmöglich sie zu verstehen.
Das tierhafte Wesen wiederholte seine Worte und bewegte den Pfeil in einer ruckartigen Bewegung, stieß mir dabei gegen die Schultern und einen Schrei ausstoßend stolperte ich zurück. Die Tieraugen verengten sich und ich muss ehrlich zugeben das ich mich wohl nass gemacht habe, als der Pfeil plötzlich vor mir im Boden einschlug. Für einige Momente schien mein Herz stehenzubleiben und als ich wieder klarer denken konnte merkte ich das ich davon rannt, so schnell wie mich meine Füße trugen, aus Angst davor das dieses Tierwesen mir noch mehr Pfeile hinerher schicken würde.

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