Feste und Bräuche

Aus Auryen

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Weltliche Feste

Überregionale Feste

Herdfeuerfest - 13. Tylar (März)

Gefeiert von den Menschen und den Zwerge - vergleichbar mit dem Weihnachtsfest.


Das Namensgeberfest

Junge Männer werden mündig. Bekommen das Recht zu heiraten und ihren Namen weiterzugeben.


Das Rosenfest

An diesem Festtag kleiden sich junge Mädchen / Frauen festlich, um zu zeigen, dass sie zu heiraten gedenken. Liebesbeweise werden von Barden gesungen und die Händler machen mit dem Verkauf von Rosen einen riesigen Gewinn. Man vermutet, dass die Gilde der Händler die Hände im Spiel hatte, als man dieses Fest schuf.


Die Jahreswende - 31. Fellarus (Dezember) / 1. Cromar (Januar)

Gemeinhin wird die Jahreswende in großer Gesellschaft gefeiert. Das gemeine Volk verbringt die Nacht dazu auf der Straße oder der Taverne des Viertels. Die gehobene Gesellschaft lädt zu rauschenden Bällen, bei denne bis in den Morgen getanzt wird, ein.



Regionale Feste

Tag der Entdeckung Auryens - 6. Armohar (September)

Eingeführt wurde der Tag, als Sturmspitze im Jahr (523 dIK) das Stadt- und Münzrecht verliehen bekam.


Tag der Reichsgründung - 3. Jonarus (Oktober)

Gefeiert wird der Tag der Krönung des ersten Kaisers Crombard I im Jahre 0 dIK. Allerdings geriet der Tag im "Zeitalter des Schmerzes" (etwa 150 dIK - 263 dIK) in Vergessenheit und wurde erst durch Zombard den Listigen im Jahre 264 als "Tag der Erneuerung" wiedereingeführt. Dieser wird gefeiert, indem man dem Familienoberhaupt und besonders dem Landesvater, also dem Kaiser, seine Treue und Loyalität schwört. Dazu finden typischerweise Ritterspiele und Paraden statt.


Geburtstag des Kaisers - 11. Mora (Mai)
selbsterklärend

Geburtstag der Königin - 24. Ganobar (Juli)
selbsterklärend

Krönungstag der Königin - 29. Zomabar (August)
selbsterklärend

Fest der tausend Zungen


Persönliche Feste

Geburtstag

Geburtstage werden ja nach Religionszugehörigkeit unterschiedlich gefeiert. Die Sonnenanhänger feiern den ganz normalen Geburtstag, während die Mondinanhänger in ihrem Geburtsmonat alle zusammen am Abend des Vollmondes feiern. Damit soll der mütterliche, familiäre Aspekt der Mondin zum Ausdruck gebracht werden. Die Geburtstagsfeier wird oft mit Unterstützung des Tempels organisiert bzw. sogar vor dem/im Tempel gefeiert. (Beispiel: alle Geburtstagskinder im Monat Mai feiern zusammen am Abend des Vollmondes im Monat Mai)



Religiöse Feste

Feste der Mondin

Der Ritus der Gütigen Mutter - 30. Zaria (April)

Einmal im Jahr, im Frühling, in der Nacht zum ersten Mora (Mai), findet der Ritus der Gütigen Mutter statt. Jeder Gläubige, der die gütige, mütterliche Seite der Mondin zum Inhalt seines Glaubens macht, sieht dies als das größte Fest im Jahreszyklus an. Zu beginn des Frühlings beginnen die Pflanzen zu wachsen und die Natur erwacht. Die Gütige Mutter steht für die Fruchtbarkeit der Natur, weshalb sie für all dies gepriesen wird. Fruchtbarkeit und die Familie stehen auch im Vordergrund dieses Freudenfestes. Die Gütige Mutter wird des Nachts angerufen und bedankt, von verheirateten Paaren auch oft um Kindersegen gebeten. Schwache Laternen werden entzündet und Schalen mit Wasser aufgestellt, da das Wasser der träger allen Lebens ist. Es wird gemeinsam getanzt und gesungen.


Der Ritus des Schattenlichts - 31. Jonarus (Oktober)

Einmal im Jahr, im Herbst, in der Nacht zum ersten Gotarus (November) findet der Ritus des Schattenlichts statt. All jene, die das verborgene und kühle Wesen der Mondin als ihr eigen erkennen, erkennen dieses Fest als das höchste im Jahreszyklus an. Der Herbst leitet die Zeit der Kühlen, langen Nächte ein, die Natur beginnt zu sterben, wofür die Rächerin und das Schattenlicht stehen. Tod und Verborgenheit sind die Dinge, die den Mittelpunkt dieses Festes darstellen. Das Schattenlicht wird des Nachts, oft im Verborgenen, an alten Ruinen oder in der Wildnis angerufen und geehrt. Die Mondin wird um Beistand bei allen finsteren Machenschaften gebeten. Oft wird auch der Toten gedacht. Der Ritus wird in Dunkelheit ausgeführt, oftmals wird nur der Priester mit schwachem Licht erhellt. Da das Fest die Verborgenheit preist, sind meist nicht viele Gläubige anwesend, da jeder diese Nacht nach eigenem Gutdünken begeht. Tatsächlich gefeiert wird nicht, da alles Laute und Fröhliche auffällig wäre.


Nacht der Mondin - 21. Fellarus (Dezember)

Zur Wintersonnenwende, dem 21. Fellarus (Dezember), ehrt man die Mondin mit vielen kleinen Laternen an den Häusern, die Mondsymbole tragen und beschenkt sich gegenseitig mit silbernen Mondschmuckstücken, die in den Tempeln gekauft werden können - damit wird der Mondin gespendet und so für ein gutes neues Jahr und einen schnellen Frühling gebetet. Dieses Fest wird von allen Gläubigen der Mondin begangen, gleich welcher Seite der Göttin sie sich näher fühlen.


Feste des Sonnenvaters

Der Ritus des Verdorrers - 1. Melar (Februar)

Einmal im Jahr, im Winter, am ersten Melar (Februar), findet der Ritus des Verdorrers statt. Jeder Gläubige, der sich zur zerstörerischen Seite des Sonnenrades bekennt, betrachtet dies als das größte Fest im Jahreszyklus, um seinen Gott zu ehren. Der Februar bringt die ersten, schwachen Sonnenstrahlen des Jahres, die hierdurch geehrt werden. Vorrangig wird jedoch die Mangelzeit zum Mittelpunkt der göttlichen Anrufung. Sonnenvaters Segen, die Ernte, neigt sich für gewöhnlich zum Ende und vor allem arme Menschen beginnen zu darben, Krankheit und Not greifen um sich. Der Ritus des Verdorrers preist die andere Seite des Gottes an, um auch ihm den Respekt zu zollen, der ihm zusteht. Der Ritus selbst findet zu Sonnenaufgang, wenn das Licht noch schwach ist, meist unter freiem Himmel, statt. Ein Priester spricht die Gebete, die die Gläubigen wiederholen. Schwache Laternen werden entzündet.


Der Ritus des Gütigen Vaters - 1. Zamobar (August)

Einmal im Jahr, im Sommer, am ersten Zamobar (August) findet der Ritus zur Preisung des Gütigen Vaters statt. Jeder Gläubige, der die gütige, freudenspendende Seite des Gottes vorzieht, sieht dies als größtes Fest im Jahreszyklus an. Zu Beginn des Augusts wird die Ernte eingebracht, das größte Geschenk des Gottes. Die Menschen haben zu essen und das Sonnenrad leuchtet warm vom Göttlichen Saal herab. Familie und Zusammenhalt stehen im Vordergrund. Der Gütige Vater wird, zur späten Nachmittagsstunde, wenn es warm, jedoch nicht brennend ist, für all dies durch Gebete unter freiem Himmel gepriesen. Fackeln werden entzündet und nach der Anrufung, die durch einen Priester geschieht, werden die Geschenke des Gütigen Vaters in der Gemeinschaft und ebenfalls draußen, damit Er es sehen kann, verspeist.


Sonnenwendfeste "Tag des Feuers" - 21. Kalba (Juni)

Zur Sommersonnenwende wird die Sonne mit vielen grossen Feuern geehrt und es werden Festessen veranstaltet, um für eine gute Ernte zu beten. Dieses fest wird von allen Gläubigen des Sonnenrades begangen, seien sie nun dem Gütigen Vater oder dem Verdorrer näher gestellt. Es ist ein Freudenfest, da die Tage länger werden und die Dunkelheit vertrieben wird.



Gebete

Gebete der Mondin

Die Begrüssung der Mondin

Jeden Abend, zu Mondaufgang, wird die Mondin durch Gebete begrüsst und ihre Mildtätigkeit und Güte gepriesen.


Abschied der Mondin

Jeden Morgen, zu Monduntergang, wird die gütige Mutter durch Gebete verabschiedet und die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass sie wohl ruhen möge, um am nächsten Abend wiederzukehren.


Diverse Gebete

Heil dir Herrin der Nacht,
schenk mir dein Schattenlicht,
auf das meine Schritte unbemerkt bleiben
und mir Glück wiederfährt.
Denn dir sei Lobpreis für deine Güte
und mit dir mein Dank alle Zeit.


Gütige Mutter,
scheine dein mildes Licht
auf das Antlitz der Urteilenden,
ergreife ihre Herzen mit Gnade
und schone mich und alle die mit mir sind.
Denn du bist wahrhaft barmherzig
und dir gehört das Firmament.


Mondin,
die Zeit ist nah,
da deine bleiche Scheibe
blutrot sich färben muss, denn
nicht länger kann ich vergessen, was geschah.
Hilf mir, den Weg zu gehen, der den Seelen Ruhe bringt.
Gib mir die Kraft, die Waffe zu führen, die das Ende bringen soll.
Mondin, steh mir bei !



Gebete des Sonnenvaters

Die Begrüssung des Sonnenrades

Jeden Morgen, zu Sonnenaufgang, finden im Tempel Gebete statt, um den Sonnenvater freudig zu begrüssen und seine Unterstützung zu erbitten.


Abschied des Sonnenrades

Jeden Abend, zu Sonnenuntergang, wird der Gütige Vater durch Gebete verabschiedet und darum gebeten, wiederzukehren.


Diverse Gebete

Sonnenvaters Arm uns lenkt
Wenn das gleissen Licht empfängt
Unser täglich Hochgebet
Mit Schild und Schwert er vor uns steht.
So leuchtet uns das gleissend Licht
Gemahnend an die heilig Pflicht
Mit Schild und Schwert im Weltgericht
Bis unser irdisch Körper bricht.


Dein Werkzeug bin ich auf der Welt
mein starker Arm ist Dein
führ' mich von deinem Himmelszelt
und lass die Ketzer gerichtet sein

Beerdigungen

Die rituelle Verbrennung

Bekennende Sonnenanbeter werden nach ihrem Tode rituell eingeäschert, um durch das Feuer den Weg in den himmlischen Saal an die Seite des Gütigen Vaters zu ebnen. Die Feuerbestattung findet zu Sonnenaufgang statt. Die Asche wird letztendlich, oft von erhöhter Stelle, in alle Winde verstreut. Auf dem Friedhof findet sich im allgemeinen nur eine Gedenktafel des Sonnenvaters, dass die Lebenden mahnt, ein dem gütigen Vater gefälliges Leben zu führen.


Wasserbestattung

Bekennende Mondinanhänger werden nach ihrem Tode in Meer oder Fluss bestattet, um die Seele durch die Wellen in den Himmlischen Saal an die Seite der Gütigen Mutter zu tragen. Die Wasserbestattung findet nachts statt und da nicht allerorts ein fließendes Gewässer zu finden ist, müssen Familienmitglieder oft lange Wegstrecken mit dem Leichnam auf sich nehmen. Auf dem örtlichen Friedhof findet sich im allgemeinen nur eine Gedenktafel der Mondin, dass die Lebenden mahnt, ein der gütigen Mutter gefälliges Leben zu führen.


Erdbestattungen

Die Erdbestattung ist die Strafe der Hingerichteten über den Tod hinaus. In der Erde verscharrt bleiben sie dem Götterpaar auf ewig fern.


Bestattungen Fremder

Lässt sich einem Toten weder der Glaube zum Sonnenvater noch der zur Mondin eindeutig zuordnen, so werden ihm in der Regel beide Zeremonien zu teil. Zunächst wird sein Leichnahm nach Brauch des Gütigen Vaters eingeäschert, um anschließend auf hoher See, der Mondin zu gefallen, dem Meer überantwortet zu werden.



Hochzeiten

Die Zusammenführung durch den Sonnenvater

Gewänder:

  • Roben / Anzüge: Prunkvoll und reichlich verziert, meist mit imposanten Krägen
  • Farben: Gold, Orange, Rot

Riten:
  • Die Hochzeitsgesellschaft steht um das entzündete Feuer
  • Jeder hat einen Gegenstand aus seiner Vergangenheit >> kurze Schilderung, warum der Gegenstand wichtig ist >> die Gegenstände werden auf eine Holzschale gelegt, mit Öl begosssen und dann den Flammen übergeben
  • Gegenseitiger Eheschwur >> Jeder trägt dem anderen einen Individuellen Schwur vor, in dem er ihm das schwört, was er in der Ehe halten möchte. Dabei wird von einem Tempeldiener ein Tuch / Band um die Hände des Brautpaares gelegt, um den Schwur zu besiegeln. Wird beendet mit: ' Ich gelobe meiner Gattin/ meinem Gatten bei jedem Stand der Sonne beizustehen, sie / ihn zu schätzen und zu respektieren, und das Band der Ehe mit all meiner Stärke und Kraft zu festigen.' >> Band verweilt um die Hände des Paares, bis der Ort der Feier erreicht wurde
  • Der Tausch von Gegenständen >> Ein fester Gegenstand, z.B. Ring, Amulett, Armband oder generell etwas, dass der Ehepartner immer bei sich tragen soll, wird ausgetauscht. Der jeweilige Ehepartner sollte vor der Zeremonie nicht wissen, um was es sich handelt.

Ort:
  • Freiluft
  • findet am Tage, meist zu Mittagsstunde statt
  • Im Halbkreis um Priester und Brautpaar wird ein Feuer entzündet

Aufbau:
  • Vorstellung des Brautpaares vor dem Sonnenvater
  • Vortreten vor das brennende Feuer
  • Predigt des Geweihten
  • Gegenstände der Vergangenheit
  • Eheschwur
  • Austausch der Ehegegenstände
  • Segensbitte des Geweihten
  • Abschluss: Verlassen des brennenden Halbkreises>> Eheverbindung
  • Gemeinsames 'Pilgern' zur Stätte der Feier


Die Zusammenführung durch die Mondin

Gewänder:

  • Roben: Fein, aber schlicht, ohne viel Protz
  • Farben: Weiß, Grau, Dunkelblau, Schwarz

Riten:
  • Die Hochzeitsgesellschaft steht im Wasser
  • Jeder hat einen Gegenstand aus seiner Vergangenheit >> kurze Schilderung, warum der Gegenstand wichtig ist >> beide Gegenstände werden auf ein kleines Floß (gebastelt vom Brautpaar) gelegt und ans Wasser übergeben. Eine Öllampe steht auf dem Floß und wird von einem Tempeldiener mit der blauen Flamme der Mondin angezündet.
  • Gegenseitiger Eheschwur >> Jeder trägt dem anderen einen Individuellen Schwur vor, in dem er ihm das schwört, was er in der Ehe halten möchte. Dabei wird von einem Tempeldiener ein Tuch / Band um die Hände des Brautpaares gelegt, um den Schwur zu besiegeln. Wird beendet mit: ' Ich gelobe meiner Gattin/ meinem Gatten bei jedem Aussehen der Mondin beizustehen, sie / ihn zu schätzen und zu respektieren, und die Gaben der Göttin voll Weisheit und Bedacht einzusetzen.' >> Band verweilt um die Hände des Paares, bis der Ort der Feier erreicht wurde
  • Der Tausch von Gegenständen >> Ein fester Gegenstand, z.B. Ring, Amulett, Armband oder generell etwas, dass der Ehepartner immer bei sich tragen soll, wird ausgetauscht. Der jeweilige Ehepartner sollte vor der Zeremonie nicht wissen, um was es sich handelt.

Ort:
  • Freiluft
  • möglichst wenig 'Eigenbeleuchtung', damit der Mond und Mondins Kinder allein erstrahlen
  • Am besten am Meer / an einem Fluss

Aufbau:
  • Vorstellung des Brautpaares vor der Mondin
  • Hineinschreiten ins Wasser
  • Predigt des Geweihten
  • Gegenstände der Vergangenheit
  • Eheschwur
  • Austausch der Ehegegenstände
  • Segensbitte des Geweihten
  • Abschluss: Hinaustreten aus dem Wasser >> Eheverbindung
  • Gemeinsames 'Pilgern' zur Stätte der Feier


Heimliche Zusammenführung im Namen des Schattenlichts

Da die Mondin in ihrer Erscheinung als Schattenlicht für alles Verborgene steht, ist es möglich, eine heimliche Zusammenführung in ihrem Namen durchzuführen. Diese Form der Heirat findet normalerweise unter freiem Himmel zur Nachtzeit statt. Es gibt ausser dem Priester und dem Brautpaar keine weiteren Zeugen, ausser sie sind gewünscht, und auch gefeiert wird nicht, es sei denn das Paar wünscht die Zusammenführung auf diese Weise ausklingen zu lassen. Die einzigen Beweise einer solchen Zeremonie ist die Urkunde, die der Tempel ausstellt und die Berichte etwaiger Zeugen und des Priesters. Daher werden solche Zusammenführungen oft angezweifelt. Keiner, dem an einer wahrhaftigen und eindeutigen Zusammenführung gelegen ist, wünscht eine solche Zeremonie. Meist wird sie von jungen Menschen in Anspruch genommen, die nicht anders zueinander finden können. Auch unter dem Schattenvolk ist diese Form der Hochzeit beliebt.

Im Glauben an den Sonnenvater ist eine solche Zusammenführung nicht verankert und wird nicht durchgeführt.

Persönliche Werkzeuge