Gnome

Aus Auryen

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Mit einer Größe von 3 Fuß unterscheidet sich das Volk der Gnome nicht von dem der Halblinge. Allerdings bestehen anderweitig beträchtliche Unterschiede. Gnome lebten ursprünglich in den Bergen, besitzen daher recht gute Augen. Sie haben, aufgrund der engen Verwandtschaft zum Volk der Zwerge, ausgeprägten Bartwuchs. Sie verwenden jedoch viel Zeit darauf, sich von den Bergleuten zu unterscheiden und stutzen das Gesichtshaar penibel oder entfernen es ganz. Weibliche Gnome sind, anders als weibliche Zwerge, nicht mit derartigem Segen bedacht.

Das Leben unter der Erde entfachte ihren unendlichen Forscherdrang, denn es begann damit, dass sie versuchten, Licht herzustellen, zu dem es nicht mehr nötig war, Aufsicht zu führen, auf das das Feuer nicht erlösche. Lange Zeit teilten sie sich das Leben unter dem Berg mit dem Volk der Zwerge, bis die Krellkriege die Völker trennten, und die Zwerge die Gnome an die Oberfläche verbannten. Anfangs schutzlos, fanden sie jedoch Obdach in den Regionen um Goryen auf dem Imperialen Festland, wo sie zunächst misstrauisch beäugt, schließlich jedoch wegen ihres Mutes in Forschungsdingen und den neuen Erkenntnissen, zu denen sie gelangten, geschätzt und geachtet wurden (und nicht zuletzt deswegen, weil sie das Vermögen der Stadt innerhalb kürzester Zeit verdreifachten).

Gnome lieben es, Dinge zu erforschen und das Wesen einer Sache zu begreifen, denn sie glauben, das Wissen darum könne sie zu Erkenntnissen führen, um etwas Neues zu erschaffen. Ebenso sind sie geschickte Handwerker, solange sich dieses Handwerk nicht auf schwere, körperliche Arbeit erstreckt. Sollten sie dererlei Kraft benötigen, werden sie entweder einen Helfer anwerben oder einen neuen Apparatus erfinden, der diese Aufgabe übernimmt.

Das Entdecken der Schrift und die Möglichkeit, etwas zu erhalten, waren für kaum ein anderes Volk von so großem Nutzen. Wer jedoch präzise Aufzeichnungen über die Erkenntnisse der Gnome zu finden erwartet, wird enttäuscht werden. Sicherlich ist es ihnen wichtig, Aufzeichnungen zu machen, jedoch sind dies nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung von Stichworten und Abkürzungen, durchbrochen von Flecken und verbrannten Stellen.

Ordnung ist für Gnome natürlich notwendig, doch ihr Sinn dafür ist ein klein wenig anders, als gemeinhin darunter verstanden werden kann. Während wir beim Betreten eines gnomischen Raumes wahrscheinlich weder Mobiliar noch Boden erkennen würden, würde ein Gnom behaupten, das eine vorbildliche Ordnung herrscht. Seltsamerweise würde er tatsächlich sofort das finden, was er sucht.

Kunstsinn besitzen Gnome nicht, denn ihr einziges ästhetisches Empfinden liegt in den Einzelheiten einer Sache. Ein Gnom würde niemals ein Bild oder ein Lied erschaffen - und wenn, dann würden wir es wohl nicht als solches erkennen - oder etwas, das er herstellt, mit Verzierungen versehen. Für einen Gnom ist Funktionalität am Wichtigsten. Ebenso wenig Sinn hat ein Gnom für Geschmack oder Geruch. Gnome besitzen eine große, knollige Nase, die trotz dieser Vorteile nicht in der Lage ist, feine Gerüche zu unterscheiden, noch sie als solche zu erkennen. Ein großer Vorteil bei dem Gestank, dem die Gnome aufgrund ihrer Experimente ausgesetzt sind.

Die typische Nahrung eines Gnomen besteht aus für uns widerlichen Dingen wie Käfern, Würmern oder Angefaultem, da sie hierbei die Aromen besser wahrnehmen können, da ihr Geschmackssinn aufgrund des fehlenden Sinnes für Gerüche ebenfalls schlecht entwickelt ist.

Im Allgemeinen hält dieses Volk viel von Gold, da sie bei den Menschen lernten, dass dieses ihnen die Türen öffnen kann und ein Schlüssel zu Macht und Einfluss ist. Etwas, nach dem ein Gnom durchaus strebt, da es ihm als günstiges Mittel erscheint, seine Forschungen voran zu treiben. Dies allerdings nur in der Gesellschaft der Menschen. Innerhalb eines Gnomenclans ist es nicht das Gold, sondern das Alter, dass den Einfluss des Gnomen im Clan bestimmt.


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