König Ruthard I

Aus Auryen

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Ruthard I. Alberau, König von Auryen

(* 583 diK † 616 diK)

Biographie

Ruthard wurde als zweiter ehelicher Sohn des Kaiserlichen Imperators Anthard als Prinz von Alberau geboren. Seine Jugend verbrachte er wie jeder Sohn eines Hohen Herren. Er durchlebte die ritterliche Ausbildung bei Hofe, lernte fechten, reiten, Tanz, Lautenspiel und die Wissenschaften. Es gab nichts was den jungen Ruthard besonders auszeichnete, und kaum einen Jungen in seines und seines Bruders Lorthard Umgebung, der ihn nicht in irgendeiner Fertigkeit übertrumpfte. Somit wäre er als Zielscheibe jeglichen Spottes bestens geeignet gewesen, wenn man bedenkt wie sich Kinder in jenem Alter verhalten. Doch mitnichten, denn ein guter Stern stand am Himmel, als seine Mutter ihn die Welt sandte und der Segen der Götter lag fortan auf seinem jungen Haupt. Denn obwohl er keinesfalls der beste Fechter oder der klügste Kopf war, so fiel es ihm doch leicht Freundschaften zu schließen und ohne sein Zutun flogen ihm die Herzen zu. So lebte er voller Freude, ohne auch nur einen einzigen sorgenvollen Tag erfahren zu haben. Denn obwohl sein Kaiserlichen Vater seinen Bruder hart in die Schule nahm, um aus ihm einen würdevollen Nachfolger zu formen, so wurde Ruthard damit verschont. Das schürte den Neid des einen Bruders auf den andern, denn auch Lorthard hätte nur zu gerne dieselben Freiheiten genossen. Und sein Wunsch sollte schon bald in Erfüllung gehen, denn viel zu früh verstarb der alte Kaiser Anthard und Lorthard nahm seinen Platz in der Thronfolge ein.

Ruthard indes gab sein altes Leben trotz dieses Umstandes nicht auf, wenngleich er auch angemessenes Mitgefühl zeigte, dem er ohnehin nie abgeneigt war. Seine Anlagen waren in dieser Hinsicht die denkbar besten und so nutzte er seine Vorteile bei anderen Menschen niemals aus, nein, mehr noch, er war sogar geneigt stets das Gute in ihnen zu sehen und vielleicht auch ein wenig leichtsinnig, da er das Böse im Allgemeinen verleugnete. Als er sein zwanzigstes Jahr erreicht hatte, fiel ihm eine junge Hofdame ins Auge und er begann ihr den Hof zu machen, was sie zwar nicht abwies, doch auch nicht unterstützte. Ihr Name war Sylvriss und sie hatte sich höhere Ziele gesetzt, als nur die Frau des Kaiserbruders zu werden. Ihre Erwartungen zerplatzten jedoch, als Kaiser Lorthard sich die Frau nahm, die ihm von Geburt an bestimmt war, und so sah sie in Ruthard eine annehmbare Alternative, während ihr Ehrgeiz in ihr große Hoffnung auf machtvollere Zeiten schürte. Ruthard selbst war überglücklich, das Weib angetraut zu bekommen, das er für das reinste und gütigste Wesen auf Erden hielt.
Die beiden jungen Frauen aber verstanden sich von Beginn an als Konkurrentinnen, da beide der anderen den Manne neideten. So dauerte es nicht lange, bis Lorthard, durch missgünstige Einflüsterungen und der Abneigung, die er schon seit langem gegen ihn hegte, angetrieben, seinen Bruder zu sich rief, um ihm zu verkünden, dass das von ihm kürzlich zum Königreich erhobene Auryen eines Königs bedurfte und er nur ihm, Blut von seinem Blute, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übertragen vermochte. Ruthard, der nichts Böses ahnte und seinem Kaiserlichen Bruder nur zu gerne zu Gefallen war, stimmte ohne Zögern ein, ohne zu wissen, dass ihm wohl wenig Möglichkeiten zur Wahl geblieben wären.
Die Überfahrt, die er als Abenteuer und sein Weib als Greuel empfand, auf sich nehmend, erreichten sie nach einigen Tagen die Insel, über die sie von nun an wachen und herrschen sollten. Voller Pflichtgefühl und Freude nahm sich der junge König sogleich all der Aufgaben an, die auf ihn warteten. Und jene waren zahlreich, war doch Auryen zuvorderst ein Sammelplatz für jegliches Volk gewesen und von Ordnung war nicht viel zu spüren. Sylvriss wurde mit der Zeit auffallend blasser und schwächer, und obgleich ein Grossteil dessen sicherlich von ihrem Unmut über ihre geänderte Lebenssituation herrührte, stellten alle hinzugezogenen Heiler und Medicusse einstimmig fest, das sie in glücklichen Umständen war. Die Freude im jungen Königreich war groß, und wurde auch nicht dadurch getrübt, das sie nach der zu erwartenden Zeitspanne eine Tochter statt des erhofften Jungen zur Welt brachte.
Das Leben hätte für Ruthard nicht freudigere Ereignisse bereitstellen können und jeden Abend dankte er den Göttern für das gütige Schicksal, das sie ihm gewährten. Und tatsächlich, glücklich ward er zu nennen, da er nicht wusste welch gefahrvolle Dinge in seinem eigenen Kreise schlummerten.
Als Lilliana, die Tochter des Königspaares, begann, aufrecht zu gehen, kam ein junger Adliger an den Auryschen Herrscherhof, den es nach einigen Wirrungen bis dorthin verschlagen hatte: Eskil von Teufen. Er vermochte es recht rasch, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, die für ihn wichtig waren, und hatte vor allem bei der Königin eine große Anziehung erweckt.
Trotz all der gut gemeinten Ratschläge Taurus vom Steins, eines alten, väterlichen Vertrauten, erkannte Ruthard nicht die Gefahr die heraufzog, und schenkte auch Eskil all die Freundschaft, derer er fähig war.
Und er vermeinte, das er gut daran getan hatte, als sein Weib, seine geliebte Sylvriss nach einer schweren Krankheit verstarb, und er Eskil als treuen Gefährten an seiner Seite wusste, während Taurus selbst nur die nötigsten Trauerbekundungen, die ihm die Höflichkeit abgerungen hatte, sendete. Zum ersten Male in seinem Leben begann er über die Vergänglichkeit des Menschenseins nachzudenken und Angst beschlich ihn, ihn könnte dasselbe Schicksal ereilen. Der Anblick seiner Tochter, die inzwischen ein verständiges Alter erreicht hatte, gemahnte ihn immer wieder an seine Pflicht, dafür zu sorgen, dass sie beschützt und behütet würde, sollten ihn die Götter vor seiner Zeit abberufen. Nur zwei Männern im ganzen Reich traute er es zu, sie in seinem Sinne zu erziehen, doch kamen ihm Bedenken, ob Taurus nicht vielleicht schon zu alt für eine solche verantwortungsvolle Aufgabe war. So bestimmte er Eskil zum Vormund seiner Tochter und damit zum Regenten des Landes, wenn er selbst einen frühen Tod erleiden sollte. Immerhin, und das möge ihm anzurechnen sein, hatte er soviel Verstand, Taurus vom Steins Position als Kommandant der Königlichen Garden per Königlichem Gesetz auf Lebenszeit festzusetzen und ihn bis zu diesem Zeitpunkt als Berater der Königsfamilie einzusetzen.
Vielleicht war es die Gabe der Voraussicht, oder eine Ahnung, dass die Götter zuviel geschenktes Glück stets ausgleichen, die Ruthard bewiess als er all diese Vorkehrungen zum Wohle seines Kindes und seines Reiches traf, denn bald darauf stellte sich heraus, wie nötig sie waren. Seit dem Tod seines Weibes hatte der König stets kränker und schwächer gewirkt, und die Heiler vermuteten seine trübsinnige Gemütsverfassung als Grund seines körperlichen Unwohlseins. Jedoch schlugen alle Versuche fehl, ihn aufzumuntern, und nur Lilliana vermochte es, seinen Schmerz für kurze Zeit abzulenken. Somit war es zwar qualvoll für alle, jedoch nicht verwunderlich, dass er eines Morgens in seinem Bett aufgefunden wurde, tot, hinübergewandert in den heiligen Saal der Götter.

Kurze Chronik

  • 583 dIK - Geburt Ruthards I, Bruder von Lorthard, Sohn von Anthard, Prinz von Alberau
  • 602 diK - Tod Anthards, Krönung Lorthard
  • 603 diK - Heirat Ruthards I mit Sylvriss, Edle von Sinister
  • 605 diK - Bestellung Ruhtards I zum König von Auryen
  • 605 diK - Ruthard gründet die Stadtgarde zum Schutze der Bürger
  • 606 diK - Ruthard reist alleine in den Wald, wo die Elfen gesichtet worden sind und verbleibt dort einen Tag.
  • 607 diK - Geburt von Lilliana I
  • 609 diK - Ankunft Herzog Eskils I in Sturmspitze
  • 613 diK - Tod von Silvriss
  • 615 diK - Kränkelnd reist Ruthard I. zu den Zwergen.
  • 616 diK - Tod von Ruthard I

Beziehungen zu anderen NPC

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