Kapitän Rotbart

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Kapitän Rotbart
Kapitän Rotbart, einst Schrecken des Sternentränenmeers.


Aussehen

  • Geboren: 565 dIK
  • Gestorben: 612 dIK
  • Haarfarbe: rot
  • Augenfarbe: blau
  • Größe: 175 Fingerbreit

Biographie

Der Sohn eines Schmugglers beerbt das „Gewerbe“ des Vaters nicht, sondern strebt schon früh Höherem zu. So heuert er schon mit 17 Sommern bei einem Freibeuter an und macht sich durch sein jugendliches Draufgängertum schnell einen Namen bei der Mannschaft. Nach nur 5 Jahren unter der glühenden Sonne des Südens und den eisigen Stürmen der Nordgewässer, steigt er zum Quartiermeister auf. Doch das Vertrauen des Kapitäns ist nicht von langer Dauer, denn Rotbart scheint ein besseres Verhältnis zur Mannschaft, als zu ihm zu haben. Als Rotbart der Posten des Quartiermeisters wieder genommen werden soll, begehrt der in seiner Ehre Verletzte auf und fordert seinen Kapitän zum Zweikampf – offene Meuterei also. Doch die Mannschaft steht hinter ihm, vertraut sie doch auf seine Fähigkeiten und hofft auf einen größeren Anteil an der angesammelten Beute.
Sie werden nicht enttäuscht. Rotbart besiegt seinen Widersacher und die Crew wählt ihn zum neuen Kapitän. Er lässt seinen Kontrahenten am Fockmast aufhängen und gibt im nächsten Hafen die Beute aus, wobei die Prise seines Vorgängers unter allen aufgeteilt wird.

Mit kleiner Crew macht Rotbart einige Jahre lange gute Geschäfte. Ein bisschen Schmugglerei hier, einen sicheren Überfall da und ab und an gar einen ehrlichen Handel, der ihm neben dem Gewinn, auch eine angenehme Tarnung beschert. So lebt die Crew gut und ist zufrieden. Ihren Unterschlupf hat sie, wie so viele Freibeuter auf einer der unzähligen Splitterinseln in der Bucht von Thelonar. Rotbart häuft ein kleines Vermögen an, ist zwischenzeitlich Besitzer von drei Schiffen und hält sich mehr in der angenehmen Umgebung seines Unterschlupfes, als auf den Planke der Segler auf. Er ist schon drauf und dran die Piraterie an den Nagel zu hängen, als das Schicksal ihm eine außergewöhnliche Gelegenheit bietet.

Einer seiner zahlreichen Informanten, Nis Rogel überbingt ihm eine Nachricht, die ihn dazu verleiten wird, das Ruder selbst noch einmal in die Hand zu nehmen und etwas außergewöhnliches zu bewerkstelligen. Rogel spricht von einer Schiffslieferung nach Königsport, ein neuartiger Segler, der schneller und wendiger sein soll, als alle Schiffe der Imperialen Flotte. Der dabei aber Laderaum habe, wie ein großes Schiff. Zudem sei die Eskorte geradezu lächerlich. Rotbart bricht auf, um sich der Falkenflug zu bemächtigen.

Rogel hat nicht übertrieben: Die Falkenflug ist ein Prachtschiff. Leider hat sich in der Zwischenzeit die Eskorte verdoppelt und die Piraten treffen auf einen harten Widersacher, der sich erst nach erbittertem Kampf geschlagen gibt. Rotbart weiß, dass es jetzt kein zurück mehr gibt. Die Überlebenden werden auf den Grund des Meeres befördert und das neue Schiff, dass bei der Kaperung leichten Schaden erlitten hat, in Schlepp genommen. Die Piraten kehren in ihr Nest zurück, wo die Vorbereitungen für Rotbarts neuen Raubzug beginnen.

Einige Monate später rekrutiert Rotbart in Königsport Männer für eine Kaperfahrt ohne gleichen. Große Versprechungen, großes Risiko, aber es gibt unzählige Kandidaten, aus denen die Besten 65 ausgesucht werden. Die Fahrt der Falkenflug beginnt und sie macht eine lange Zeit die gesamte Küste des Imperiums unsicher. Kaum eine größere Ladung ist vor dem Schiff des nun berüchtigten Kapitäns sicher und die Freibeuter müssen einen riesigen Schatz angehäuft haben.

Doch im Jahre 612 diK endet der Raubzug des Kapitän Rotbart. Kaiser Lorthard I. schickt den stärksten Verband seiner Flotte aus, um dem Treiben des Korsaren ein Ende zu setzen. In der Seeschlacht, die nun als Rotbarts Ende bekannt ist, wird derselbe und ein Großteil seiner Männer getötet. Die Schiffe des Königs sinken allerdings im weiteren Verlauf des Kampfes allesamt. Die Falkenflug verschwindet von der Bildfläche, es wird jedoch erzählt, dass dreizehn Überlebende sie sicher in ihren Hafen bringen konnten.

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