Lukas Logenheim
Aus Auryen
Account: Macros
Lukas Logenheim ist freier Händler und Holzlieferant der Kürschner.
Aussehen
- Geboren: 597 dIK
- Haarfarbe: braun
- Augenfarbe: braun
- Größe: 175 fingerbreit
- Besonderheiten: schlank; glattrasiertes Gesicht (man könnte auch annehmen, es wächst kein Bart)
Beschreibung
Biographie
Die Rückkehr:
Lukas Logenheim betrat die Stadt. Seine Gedanken schweiften zurück. Es waren Jahre vergangen, seid er das letzte mal hier war. Damals hatte ihn sein Vater als Taugenichts aus dem Haus geworfen. Jedweder schweren Arbeit war er aus dem Weg gegangen zuhause. Hatten seine Eltern ihm Arbeit aufgetragen, so hatte er diese entweder oberflächlich oder sogar überhaupt nicht erledigt. Er war ganz anders als seine beiden Brüder. Ben, der Älteste, war das Vorzeigeobjekt des Vaters und Walter, der Jüngste, strebte ebenso danach die Eltern zufrieden zu stellen. Beide erledigten ihre Aufgaben immer hervorragend, in den Augen des Vaters. Lukas war dies egal. Er träumte von anderen Dingen.
Die Wirklichkeit holte ihn sehr schnell ein, als er für sich selbst sorgen musste. Er war keine 16 Jahre gewesen zu diesem Zeitpunkt. Zuerst lebte er mit ein paar Straßenjungen in der Stadt. Sie besorgten sich Ihr Essen durch betteln und Diebstahl. Schnell wurde den anderen klar, dass Lukas ein besonderes Auge dafür hatte, welche Dinge wo gut zu verkaufen waren. So wurden ihm die zumeist gestohlenen Gegenstände gebracht und er musste diese an den Mann bringen. Allerdings machte er den Fehler, nicht gerecht zu teilen und Gold zu unterschlagen, sodass er, als dies herauskam, aus der Stadt fliehen musste, um nicht unliebsamen Besuch einiger Schläger zu bekommen. Doch hatte er zu diesem Zeitpunkt schon einiges an Gold zusammengebracht, sodass er vorerst nicht zu Hungern brauchte.
Wochen später, sein Goldvorrat ging zu Neige, er hatte seit zwei Tagen nichts zu essen gefunden, sah er in der Ferne einen Mann auf der Straße. Bewaffnet mit einem Dolch, versteckte er sich in einem Gebüsch, an dem der Mann vorbeikommen musste. Der Mann war nicht der Größte, schlank und in unsaubere und löschrige Kleidung gehüllt. Auf den ersten Blick sah es so aus, als ob dieser keinen Überfall wert sei. Doch Lukas sah, was anderen womöglich nicht aufgefallen wäre. Die Stiefel des Mannes waren in einwandfreiem Zustand. Auch wenn sie gewöhnlich aussahen, so konnten diese nicht günstig gewesen sein. Sein zweiter Anhaltspunkt war das Rapier an seiner Seite. Es funkelte und strahlte. Dieser Mann versuchte wie ein Vagabund auszusehen, doch die wichtige Ausrüstung vernachläßigte er nicht. Das Rapier wird nur von zwei Sorten von Personen bevorzugt. Es war zum einen eine Modewaffe, leicht, handlich und schön anzusehen. Dies waren Dummköpfe und leichte Beute. Die anderen waren gefährlich. Ein Rapier in geschickter Hand konnte gezielt und leicht töten. Lukas versuchte abzuschätzen, zu welcher Sorte dieser Mann zählte. Er entschied sich für die Zweite. Warum sollte er versuchen wie ein Vagabund auszusehen und gleichzeitig ein Rapier zur Mode mit herumtragen. Nun ... Lukas hatte keine andere Wahl. Er musste es versuchen oder verhungern.
Als der Mann vorbeitrat, sprang Lukas behende aus dem Busch hinter den Mann, den Dolch an seinen Hals legend. So zumindest hatte Lukas sich das vorgestellt. Doch es kam anders. Als er aus dem Busch sprang, verfing er sich an einem Ast und landete, auf dem Bauch liegend, hinter der Person. Diese reagierte blitzschnell und bevor Lukas aufsehen konnte, zielte bereits das gezogene Rapier auf seine Kehle. Ein breites Grinsen zierte das Gesicht und mit dunkler Stimme fragte die Person: "Was haben wir denn da ?" Als der Blick zu dem Dolche schweifte: "Ich denke, jemand der sich besser einen neuen Beruf wählen sollte, so er länger als ein paar Tage überleben möchte!" Sofort prustete die Person los vor lachen. "Steck den Dolch weg kleiner oder du wirst demnächst ein neues Loch zum Atmen haben !" Lukas gehorchte geknickt und steckte den Dolch zurück in den Gürtel. Langsam erhob er sich, wobei ein leichter Schwindelanfall ihn fast wieder zu Fall brachte. Das Gesicht des Mannes wurde ernst. "Du siehst aus, als ob ich dich gleich verbuddeln könnte." Er griff sogleich in einen Beutel und reichte Lukas ein Stück Brot mit ein wenig Käse. Leicht weiteten sich Lukas Augen aufgrund der Großzügigkeit des Fremden. "Habt Dank mein Herr," bedankte er sich freundlich. "Doch warum tut Ihr dies ?". Der Fremde lächelte nun freundlich: "Nun, was würde es mir nützen, dich hier verhungern zu lassen. Ich habe genügend Nahrung dabei und vielleicht begenen wir uns irgendwann und unsere Situation ist umgedreht. So habe ich dann etwas gut bei dir. Außerdem hast du mich zum Lachen gebracht und das letzte mal ist schon lange her. Doch solltest du auf meinen Rat hören und dir eine neue Beschäftigung suchen. In Büschen zu hocken und Leute auszunehmen scheint nicht deine Berufung zu sein." Lukas sah den anderen neugierig an doch nickte er. "Richtig Herr, doch was soll ich tun ? Ich habe nichts mehr..." Er wurde von dem Fremden unterbrochen "Wie heißt du ? Ich bin Richard Miguel Kendall. Und nenn mich bitte nicht Herr. Einfach nur Richard." Er lachte dabei erneut: "Denn ein Herr bin ich wahrlich nicht." Lukas sah zu Boden: "Ich bin Lukas Logenheim. Wenn ich fragen darf, warum spielt Ihr einen armen Mann ?" Überrascht weiteten sich Richards Augen: "Wie kommst du darauf ?" Lukas deutete auf die Stiefel und das Rapier. "Die Kleidung sieht arm aus, doch die Stiefel sind von sehr guter Qualität und das Rapier ist eindeutig gut gepflegt und ebenso bester Qualität. Das passt nicht in eure Rolle." "Du hast ein Auge fürs Detail, Lukas. Das gefällt mir. Ich werde wohl daran arbeiten müssen. Möchtest du mich ein wenig begleiten ?" Erneut überrascht, konnte Lukas nicht sofort antworten, doch nickte er sogleich als er sich gefangen hatte.
Lange wanderte Lukas an der Seite Richards. Dieser war, wie Lukas herausfand, ein pfiffiger Händler. Er handelte mit Luxusgütern. Klein und leicht zu transportieren, doch meist von hohem Wert. Der Adel, so versprach ihm Richard, würde meist gute Preise für diese bezahlen. Er lernte einiges von Richard, der Lukas immer wieder für sein Geschick bei Verhandlungen lobte.
Als Lukas 20 Sommer zählte, wendete sich das Glück, als Richard bei einem Überfall tödlich verwundet wurde. Alles Gold wurde ihnen genommen, sowie eine teure Halskette von immensem Wert. Lukas versuchte alles, doch Richard verstab zwei Tage später.
Er schüttelte den Kopf und brachte sich in die Gegenwart zurück. Neugierig blickte er sich nach allen Seiten um. Er musste Arbeit finden !
Der Rückschlag:
Hustend trat er, aus der Taverne im Hafenviertel, an die frische Luft. Wieder eine Abweisung. "Ich solle an einem anderen Tag wieder anfragen. Vielleicht gäbe es dann etwas zu tun." Es scheint nicht einfach zu sein Arbeit zu finden. Er schüttelte niedergeschlagen den Kopf.
Lukas entfernte sich langsam von dem Eingang der Taverne. Nun ich konnte nicht erwarten direkt am ersten Tag etwas zu finden schoss es durch seine Gedanken. Seine Aufmerksamkeit ganz auf sich gerichtet merkte er nicht wie jemand langsam an Ihn herantrat. Eine dunkle, raue und unfreundliche Stimme befahl ihm "Bleib stehen wenn dir dein Leben lieb ist ! Und wehe du drehst dich um !" sogleich spürte Lukas einen Gegenstand, selbst durch sein Hemd konnte er erkennen das dieser wohl aus kaltem Stahl oder Eisen bestand, an seinem Rücken. Er folgte der Aufforderung als die Überraschung sein Herz schneller schlagen ließ. "Was wollt ihr ?" ihm war bewusst das diese Frage überflüssig war, doch stellen musste er sie. Ein kaltherziges Lachen war die Antwort. "Nun was hast du denn bei dir ? Ich denke ich werde dich von der Last deiner Goldbeutel erlösen. Ich hoffe du bist mir dankbar dafür". Kopfschüttelnd antwortete Lukas niedergeschlagen doch recht freundlich "Nun Ihr seid leider nicht der erste der mir die Last abnehmen möchte. Ich muss euch leider enttäuschen. Alles was ich noch habe ist die Kleidung an meinem Kör..." Er konnte nicht zuende sprechen als der Mann hinter ihm Ihn unterbrach "Du lügst ! Los rück es raus !" Langsam des Spieles müde erwiederte Lukas matt "Dann tötet mich wenn Ihr mir nicht glaubt. Ihr werdet nicht mehr finden als ich Euch..." Ein kräftiger Schlag gegen seinen Kopf beraubte Ihn seines bewusstseins.
Am nächsten Morgen erwachte er in einer Seitengasse liegend. Sein Hemd sowie die Schuhe waren nicht mehr sein eigen. Verbittert schaute er nach oben Richtung Sonne. Was habe ich dir Angetan ? Womit habe ich das verdient ? In Gedanken schrie er laut auf, doch kein Ton verließ seine Lippen. Ein perfekter erster Tag in der Stadt. Nun schlimmer werden kann es wohl kaum ! Leicht schwankend und sich den Kopf haltend erhob er sich und trat aus der Gasse. Sein ziel das Handelsviertel.
Er klapperte am Tage die meisten Handwerker ab. Doch meist wurde er einfach nur fortgescheucht und nicht einmal angehört. Nun er konnte es verstehen, sah er doch mit der Beule am Kopf und lediglich in Hose gekleidet alles andere als Gut aus. Doch aufgeben konnte er nicht. Bei einem Schlachter wurde er fündig. Nach einem langen Gespräch zahlte dieser Ihm einen kleinen Lohn dafür das er ein paar Tiere, die an diesem Tage geschlachtet wurden, ausnahm. Eine stinkende, ekelige und harte Arbeit, doch so konnte er sich wenigstens für diesen Tag etwas zu Essen besorgen. Und vielleicht ein günstiges Hemd....
Der Test:
Wochen später erholte er sich von den Rückschlägen und das Glück kam zurück. In neue Kleidung gehüllt wurde er im Zunfthaus zu Sturmspitze vorstellig. Hmmm schoss es ihm durch die Gedanken als er seine nächsten Schritte überlegte. Schmied ist definitiv nichts für mich, Bognern hmmm... nunja möglich doch dann fiel im ein weiteres Schild auf Juwelier und Gemmenschmiede Zunft Interessant Leise trat er durch die Türe und sah sich neugierig um. Das Glück war Ihm jedoch nicht hold, es war niemand anwesend. Er hinterließ ein Pergament mit der Bitte auf ein Treffen.
Am nächsten Tage erschien er wie angekündigt erneut im Zunfthaus. Zwei Damen waren im Raume anwesend. Er sprach sogleich eine der Damen an und stellte sich höflich vor und trug seine Bitte auf eine Ausbildung vor. Jedoch wurde er zur anderen Dame im Raume geschickt. Diese stellte sich als Oberste der Zunft heraus. Nach kurzem Gespräch wurde vereinbart das er, so er eine Aufgabe erledigen würde, eine Ausbildung in der Zunft erhalten möge.
Erfreut machte er sich sodann ans werk. Etwas wunderschönes musste er besorgen. Das vor den Augen der Dame bestehen möge...
Nach Wochen erfolgloser Suche war Lukas dem "Wunderschönen" das er besorgen könnte kein Stück näher gekommen. Liam, der Barde mit dem er gesprochen hatte, konnte auch nicht weiterhelfen obwohl Oskar meinte er solle mit jenen sprechen.
Vielleicht sollte Ich es bei weiteren Barden versuchen ? oder aber vielleicht bei älteren Einwohnern Sturmspitzes ? Doch welchen Grund hatte Oskar mich zu solche Personen zu schicken ? Vielleicht sollte ich zuallererst noch einmal mit Oskar sprechen
Sofort machte er sich daran gen Taverne zu schreiten.
Die Arbeit für die Kürschner:
Der Weg war beschwerlich, doch als er ihn nun zum dritten Mal beschritt viel es Ihm leichter als zuvor. Man gewöhnt sich an alles wie es scheint. Zusätzlich zum Gold werde ich wohl auch ein wenig Stärker auf die Dauer wie mir scheint Schmunzelnd Schritt er weiter an den Spielleuten vor der Stadt vorbei, an jeder Seite eines der Packete haltend welches für die Kürschner Zunft gedacht ist.
Es war nicht sein Traum Packesel zu spielen, doch vorerst war es eine Einnahmequelle die man nutzen konnte um ein wenig Gold zu sammeln. Und jedes Goldstück brachte ihn seinem Traum ein stückchen näher. Usnech schien recht nett zu sein ebenso die Holzfäller. Möglicherweise Kunden in Zukunft schoss es ihm noch durch die gedanken als er die Stadt betrat.
Wochen sind vergangen in denen er das Holz der Holzfäller lieferte. Er musste langsam wieder mehr an seiner Zukunft arbeiten. Er hattte gutes Gold für die Lieferungen bekommen doch gab es sicherlich lukrativere Möglichkeiten Gold zu verdienen. Er musste wohl in Kürze mit Usnech dem Kürschner reden.
Langsam erinnerte er sich an etwas das er auf der Straße aufgeschnappt hatte. Ein Geschichtenerzähler ist in der Stadt. Hoffentlich ist er noch da. Ich werde mich wohl einmal umsehen müssen. In gedanken Schritt er Richtung Hafen
