Marik Melcheron

Aus Auryen

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Inhaltsverzeichnis

Aussehen

  • Geboren: 596 dIK
  • Haarfarbe: dunkelblond
  • Augenfarbe: braun
  • Größe: 176 Fingerbreit
  • Besonderheiten: gilt als verrückt

Beschreibung

Marik war einst Büttel der Stadtgarde, erschlug jedoch zwei Kollegen. Er wurde dazu verurteilt, seine restlichen Lebensjahre in der Alta Akademia als Forschungsobjekt der Magier zu fristen.


Biographie

Marik Melcheron wurde als Sohn des Dorfschmiedes auf dem imperialen Festland geboren. Seine Jugend verlief ziemlich ereignislos. Wie viele andere Jungen träumte er davon, eines Tages als großer Krieger zu Ruhm und Ehre zu kommen. So spielte er, wenn er nicht in der Schmiede seines Vaters helfen musste, mit den anderen Jungen des Dorfes Krieg. Als er alt genug dazu war, schloss sich Marik der Dorfmiliz an. Aber nach ein paar Jahren wurde ihm dann klar, dass es Ihm wichtieger war die Dorfbewohner zu beschützen, als den Ruhm für einen getöteten Grottenschrat zu erhalten.
Mit 20 Sommer dann entschloss er sich in die Stadt Himmelsspitze zu gehen um sich der kaiserlichen Garde anzuschließen. Also packte Marik seine gesamten Sachen zusammen und zog aus um sein Glück bei der Garde zu machen. Leider war er ein wenig zu optimistisch. Da er kaum Erfahrung im Kampf hatte, wurde er nicht angenommen. Einer der Offiziere die ihn prüften war aber durch seine Entschlossenheit, Gardist zu werden, so beeindruckt, dass er ihm einen Tipp gab. Er solle doch nach Auryen gehen, dort ein paar Jahre in der Garde dienen und sich dann noch einmal bewerben.
Gesagt, getan: Sobald Marik sich das Geld für die Überfahrt zusammengespart hatte, nahm er das nächste Schiff nach Auryen.


Der Prozess

Seit Tagen hatte die Stadt von nichts anderem mehr gesprochen: Der Mord an den zwei Bütteln war in aller Munde gewesen. Hatte die Obrigkeit gehofft, diesen Zustand mit der Verhandlung am gestrigen Tage zu beenden, dann war diese Hoffnung enttäuscht worden. Denn nach dem Urteil, das Richter von Kark gesprochen hatte, war die Aufregung größer denn je.

Aber fangen wir am Anfang an. Die Verhandlung war auf den frühen Abend gelegt worden, doch der Gerichtssaal hatte sich schon weit früher gefüllt. Auf den Steinbänken im Innenraum, die den Leuten von Stand vorbehalten sind, fanden sich viele gewichtige Persönlichkeiten ein. Baerol Herzflamme, der Hohe Priester des Sonnenbanners, war genau wie Orato aus dem Tempel der Mondin, anwesend. Terili Taubenauge, die Erzmagierin der hiesigen Gilde, aber auch Laurelana Wildrose, Vorsitzende der Juwelierszunft, waren im Publikum zu finden. Auf den äußeren Rängen stand das gemeine Volk, einfache Leute, vom Bettler bis zum Hauptmann der Söldnergilde. Ein Knistern lag in der Luft, Gemurmel hier und dort, dass nur ab und an durch lautes Schluchzen durchbrochen wurde. Die Witwe Tarant Agronsohns, einer der erschlagenen Büttel, stand mit ihrem Kind in einer der hintersten Ecken.

Kurzzeitig kehrte Ruhe ein, als Richter von Kark die Verhandlung eröffnete. Doch sogleich entstand wieder Aufregung. Gerichtsdiener Mengrot Aidersam ließ den Angeklagten herein führen.

Rufe hallten durch die stattliche Halle, Rufe nach Gerechtigkeit. Das einfache Volk verhehlte seinen Hass auf den Mörder nicht, war er es doch, der die Sicherheit der Straßen und Gassen ihres Sturmspitzes gefährdet hatte. War er es doch gewesen, der durch seine Wut und Unbeherrschtheit zwei Familien zerstört hatte.

Die Anklage wurde durch den Gerichtsdiener Aidersam verlesen. Der Gefangene wurde beschuldigt, den Tod zweier aufrechter Männer der Krone gewaltsam herbeigeführt zu haben, und lautstark ertönte die Zustimmung aus den hinteren Rängen, dort, wo das einfache Volk sich versammelte. Nachdem der Tumult sich legte, wurde der erste Zeuge aufgerufen, ein Mann namens Rutwart Grohn, einer derjenigen, die für das Recht und die Ordnung als Büttel im Hafen einstehen.
Fest und unbeirrt sprach er von den Ereignissen, die so viel Leid gebracht hatten. Sprach davon, wie er den Gefangenen vor einem Feuer sitzen sah, das er errichtet hatte, die Leichen der aufrechten Mannen zu Füssen. Ein Raunen ging durch den Saal

Doch der Bericht des Zeugen ging noch weiter. Kaum habe der Kaltblütige ihn entdeckt, sei er auch auf ihn losgegangen. Ein wilder Kampf solle sich entsponnen haben und er selbst habe um die Hilfe des grauen Schilds gerufen.
Ein alter Mann, der die Söldner alamierte, bestätigte die Worte des Büttels genau so, wie noch zwei weitere auftretende Zeugen aus dem Hafenviertel, der Matrose Hebrink Hunk und ein Mann namens Alban Humbikend.
Im Anschluss wurden Jiro, der Anführer der Söldner, sowie Borsom Hammeraxt, wohl auch vom grauen Schild, in den Zeugenstand gerufen. Beide festigten die Version Grohns.
Das Gemurmel auf den Rängen riss nicht ab, aber richtig interessant wurde es, als der siebte Zeuge aufgerufen wurde.

Überrascht mag er angemutet haben, wie er dort vom Gerichtsdiener Aidersam zum Zeugen berufen ward, dennoch folgte Luzius Wolf, seines Zeichens Söldner des Grauen Schilds, der Aufforderung. Von einem Fluch sprach er dort… ein Fluch, welcher auf der Seele des Gefangenen lasten soll, wie er aus Geschichten Anderer zu erfahren wusste. Unglaube wehte über die Anwesenden hinfort, und doch sah man so manch nachdenkliches Gesicht. Vor allem auf den Plätzen, die von den Priestern des Sonnenrades und den Magi der Akademia eingenommen wurden.
Doch so aufwühlend und neu das Gesagte war, wurde es doch von der Verlesung der Aussage eines Mannes mit Namen Siladul übertroffen, der der Verhandlung fern geblieben war.
Grauenhaftes wurde dort vernommen. So solle der Gefangene ein Haus voller Leichen geschaut haben, welches sein Gemüt verdüstert haben mochte. Von dunkler Magie war die Rede, die den Mann getroffen hatte.

Als das Ende der Verhandlung nahte war der Gerichtsaal noch erfüllt mit dem Murmeln und Summen der Zuschauer. Wut und Verwirrung, Verzweiflung und Trauer mischten sich miteinander und legten eine drückende Atmosphäre über alle.
Als sie Erzmagierin sich von ihrem Platze erhob, raunte es wiederholt in der Menge auf und erstaunte Blicke wurden gewechselt. Die Akademia wollte etwas zum Fall sagen. Und so trat auf Wink der Erzmagierin einer der Magi vor und erhob seine Stimme vor dem hohen Gericht, bat den Richter bei seinem Entschluss zu bedenken das der Angeklagte noch eine Schuld zu begleichen hatte bei den Magiern.
Das Raunen wurde ungehaltener und den Magiern wurden ungläubige und unhöfliche Blicke zugeworfen. Die Magier dachten nur an sich. Doch wunderte es irgendjemande hier?
Dann trat Stille ein als der Richter von Kark sich erhob. Aller Augen richteten sich erwartungsvoll auf ihn.

Als der Richter sich erhob, trat erwartungsvolle Stille ein, dort, wo vorher Tumult und Aufregung herrschte.
Schuldig war der Gefangene, als ob die Menschen im Saal dies nicht schon vorher gewusst hatten. Doch nicht lange, da wurden sie in ihren Erwartungen enttäuscht. Nicht der Strick sollte es sein, wie es in derartigen Fällen üblich war, nein, ein Leben in der Alta Akademia. Leben? Entrechtet und dem Gutdünken der Magier ausgeliefert? Geschrei brach aus, nicht zuletzt deswegen, da der Gefangene selbst völlig die Fassung verlor.
Brüllte wirre Dinge von Besessenheit und seinem Körper, der nicht länger der seine war. Der Richter von Kark hatte Mühe, seine Stimme über den Lärm zu erheben, als er forderte, den Verurteilten fort zu schaffen und den Saal zu räumen.
Nur durch das herzhafte Eingreifen der Gardisten, die den Verurteilten niederschlugen, da er sich wie wild gebärdete, verhütete weiteres Unglück.

Der weinenden, fassungslosen Witwe am Rande des Saals und ihres Kindes schenkte kaum jemand mehr Beachtung, doch wollen einige gesehen haben, wie mancher ihr einen Beutel zusteckte. Und so endete ein Prozess, in die manche ihre Hoffnung, viele ihre Wut gelegt hatten und Fassungslosigkeit ob des Urteils wurde an allen Ecken und Straßen laut, wenngleich auch niemand öffentlich wagte, es in Frage zu stellen.

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